17.09.2026

"Signal an Deutschland und Europa"

Mittel-links-Lager liegt nach Parlamentswahl in Schweden vorn

Bei der Parlamentswahl in Schweden ist die Auszählung abgeschlossen. Laut dem vorläufigen Wahlergebnis sind die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten von Ex-Regierungschefin Magdalena Andersson erneut stärkste Kraft geworden. Das von Andersson angeführte Mitte-links-Lager kommt zusammen auf 176 der 349 Sitze und liegt damit vor dem bislang regierenden rechten Block mit 173 Mandaten. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten müssen erstmals bei einer Parlamentswahl Einbußen hinnehmen. 


René Repasi, Vorsitzender der SPD-Europaabgeordneten: „Der Wahlerfolg in Schweden ist ein Signal an Deutschland und Europa: Der Vormarsch der extremen Rechten ist kein Naturgesetz. Sozialdemokratie kann Mehrheiten für progressive Politik organisieren, wenn sie soziale Sicherheit, einen funktionierenden Staat und wirtschaftliche Stärke zusammendenkt und die konkreten Sorgen der Menschen in den Mittelpunkt stellt. 

Die demokratische Mitte gewinnt, indem sie eine positive Perspektive bietet und Probleme löst – nicht, indem sie am rechten Rand fischt. Wer die extreme Rechte kopiert oder normalisiert, verschiebt nicht die extreme Rechte in die Mitte, sondern die Mitte nach rechts. Schweden zeigt: Wer für gute Schulen und Krankenhäuser, Sicherheit und einen starken Sozialstaat sorgt, schafft Vertrauen in die Demokratie. 

Jetzt kommt es darauf an, aus diesem Wahlergebnis eine stabile Regierung zu formen. Europa braucht ein Schweden, das für Demokratie, sozialen Zusammenhalt und eine starke Europäische Union steht.“