25.03.2026

"Riesiges Potenzial gemeinsam entfesseln"

EU-Kommission schlägt Instrument für schnelle Verteidigungsinnovation vor

Die EU-Kommission hat in Brüssel mit „AGILE“ ein Instrument vorgelegt, um die Entwicklung und Verbreitung innovativer Produkte im Verteidigungssektor gezielt zu fördern. Ziel ist es, besonders Start Ups und kleinen und mittelständischen Unternehmen und ihren innovativen Produkten einen schnellen Markteinstieg zu ermöglichen und flexible Fördermöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Europäisches Parlament und Mitgliedstaaten beraten nun über die Vorschläge.

Tobias Cremer, sicherheits- und verteidigungspolitischer Sprecher der Europa-SPD:  
"Ein verteidigungsfähiges Europa beginnt mit einer klaren Erkenntnis: Die Konflikte von morgen lassen sich nicht mit den Mitteln von gestern bewältigen. Nicht zuletzt an der rapiden technologischen Entwicklung in der Ukraine sehen wir, dass wir an der Spitze der Innovation sein müssen, wenn wir in deer neuen Welt der Großmachtpolitik unsere Sicherheit und unser Lebensmodell schützen wollen.

Das schaffen wir aber nur, wenn wir den bisherigen verteidigungspolitischen Flickenteppich in Europa hinter uns lassen und das riesige Potenzial der europäischen Einigung endlich auch im Innovationsbereich entfesseln. Denn Europa verfügt über eine innovative und leistungsfähige Industrie, die ihresgleichen sucht. Start-ups und Scale-ups zeigen, welches Potenzial in unserem Kontinent steckt. Doch zu oft stehen bürokratische und praktische Hürden im Weg, die jungen Unternehmen den schnellen Zugang zu überlebenswichtigem Kapital erschweren oder sie zwingen, sich von außereuropäischen investoren abhängig zu machen. 

Deshalb ist der Vorschlag der EU-Kommission ein wichtiger Schritt, um Innovation endlich schneller voranzubringen und dabei gute Arbeitsplätze in Europa sichern. Europa muss sein technologisches Potenzial jetzt gezielt fördern und dabei gemeinsam vorgehen. Wir setzen auf europäische Souveränität und Kooperation statt fragmentierter, teurer und gefährlicher Nationalisierung. Wichtig ist nun, die Förderung exzellenten Unternehmen aus ganz Europa zukommen zu lassen, damit wir flächendeckend Arbeitsplätze im Hightech-Bereich schaffen. Denn nur ein Europa, das gemeinsam handelt, bleibt auch in Zukunft stark.“