21.01.2026

"Europas Netze fit für die Zukunft machen"

EU-Kommission will Investitionen in Glasfaser vorantreiben

Die Europäische Kommission plant, mit dem sogenannten ‘Digital Networks Act’ (DNA) die Potenziale des digitalen Binnenmarkts besser zu nutzen und unter anderemInvestitionen in fortschrittliche digitale Netze voranzutreiben. Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Henna Virkkunen, stellte den Vorschlag heute in Straßburg vor.

Matthias Ecke, Mitglied im Industrieausschuss:

Europa braucht schnelles, verlässliches und sicheres Internet und Investitionen in Netzwerke der nächsten Generation. Das gilt für Unternehmen und Privatkunden. 

Das geplante Gesetz fördert Investitionen in fortschrittliche digitale Netze, indem die Kommission vorschreibt, veraltete Kupfernetze in einer kundenfreundlichen Weise durch schnelleres Glasfaserkabel zu ersetzen. Das ist dringend notwendig, damit wir in Europa nicht den Anschluss verlieren. Die Auslastung der Netze wird langfristig steigen, dafür muss auch die Infrastruktur zukunftsfest gemacht werden.

Ebenfalls positiv ist, dass sich die Kommission im DNA klar zur Netzneutralität bekennt. Dies ist ein hohes Gut, das besagt, dass alle Daten im Internet gleich behandelt werden. Aktuell profitieren Europas Verbaucherinnen und Verbraucher von einer breiten Angebotsvielfalt und vergleichsweise günstigen Tarifen. Im Rahmen des Gesetzgebungsprozesses werden wir genau darauf achten, dass das erwünschte Wachstum grenzüberschreitender Angebote keine Marktkonzentration zum Nachteil der Kunden bringt.

Wir verteidigen die Universaldienstverpflichtung, damit auch künftig alle Menschen in der EU Zugang zu grundlegenden Kommunikationsdiensten haben – unabhängig von Wohnort, Einkommen oder besonderen Bedürfnissen.”

Ausblick: Als nächstes wird der Fachausschuss seine Position zum Vorschlag abstimmen.