Europäische Cybersicherheit stärken

Parlament beschließt europäisches Kompetenzzentrum

„Die aktuelle Aufregung um den Handyhersteller Huawei zeigt, wie wichtig es ist, dass die EU schnellstmöglich eigene Kapazitäten im Bereich der Cybersicherheit entwickelt“,

sagt Jens Geier, Schattenberichterstatter der sozialdemokratische Fraktion im Industrieausschuss für das Cybersicherheit-Kompetenzzentrum, „Die Zustimmung des Europäischen Parlaments für ein europäisches Kompetenzzentrum für Cybersicherheit ist ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung." Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben am Mittwoch, 13. März 2019, mit großer Mehrheit für den Aufbau einer solchen in der EU neuartigen Einrichtung gestimmt. 

Das Kompetenzzentrum soll dabei helfen ein System für Cybersicherheit in der EU aufzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Cybersicherheitsindustrie zu stärken. „Ob Hacker-Angriffe, Trojaner oder Würmer - in einigen EU-Mitgliedsstaaten sind mittlerweile die Hälfte aller begangenen Kriminaldelikte Cyberverbrechen. Gleichzeitig ist die EU immer noch Nettoimporteur von Produkten für die Cybersicherheit“, erklärt Jens Geier. „Europa muss unabhängiger werden und Forschung und Entwicklung im Bereich Cybersicherheit stärken. Nur so können wir unsere Bürgerinnen und Bürger sowie den Binnenmarkt effektiv schützen." 

Neben dem Zentrum soll außerdem ein Netzwerk nationaler Koordinierungszentren und eine Kompetenzgemeinschaft für europäische Experten entstehen. „Wir wollen den direkten Kontakt mit Gesellschaft, Forschungszentren und Industrie, um unsere Kapazitäten in der Cybersicherheit bestmöglich zu entwickeln. Dafür ist es wichtig, dass jeder EU-Mitgliedstaat eine Anlaufstelle dafür hat“, so Jens Geier. Die Gemeinschaft soll außerdem den Wissens- und Erfahrungsaustausch der europäischen Cybersicherheitsexperten fördern. „Wir haben fähige Unternehmen und Forscherinnen und Forscher im Bereich Cybersicherheit in der EU. Wenn wir wollen, dass sie hier bleiben, forschen und Produkte für den europäischen Markt entwickeln, müssen wir ihnen dafür eine Plattform bieten“, so Jens Geier

Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben sich besonders dafür eingesetzt, dass im industriellen und wissenschaftlichen Beratungsgremium des Kompetenzzentrums nur europäische Unternehmen sowie Unterhehmen der Europäischen Freihandelsassoziation sitzen dürfen. Jens Geier: „Die EU muss unabhängiger im Bereich Cybersicherheit werden. Das geht nicht, wenn wir den Googles dieser Welt mehr zuhören, als unseren eigenen Unternehmen.“ 

Weitere Informationen: 
Büro Geier +32 228 47874 und Hannah Cornelsen (Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) + 32 228 41779