10.02.2026

"Die Klimapolitik der EU muss verlässlich sein"

Parlament besiegelt Klimaziel für 2040

Die Mehrheit der Europaabgeordneten hat in Straßburg abschließend für das Verhandlungsergebnis zur Einführung eines verbindlichen Klimaziels für 2040 gestimmt. Das Gesetz sieht Verringerungen der Netto-Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union um 90 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 vor, von denen maximal fünf Prozent durch den Ankauf internationaler Klimagutschriften (sogenannten Carbon Credits) erfolgen dürfen.

Tiemo Wölken, umweltpolitischer Sprecher der S&D-Fraktion:

„Klarheit und Verbindlichkeit sind endscheidende Erfolgsfaktoren für Europas Klimapolitik: Wir müssen Emissionen verringern und durch das Klimaziel nachhaltige Wirtschaftsstränge und Produktion ankurbeln. 

Der Beschluss des Parlaments bietet Planungssicherheit für Bürger:innen, Unternehmen und Investor:innen und verhindert neue fossile Abhängigkeiten. Die Senkung der Netto-Treibhausgasemissionen um 90 Prozent bis 2040 erfordert konsequentes Handeln in allen Sektoren. Wenn die EU-Kommission den Übergang zur Klimaneutralität ernst nimmt, muss sie auf Worte jetzt Taten folgen lassen, was Klimaschutzmaßnahmen und deren Finanzierung angeht. 

Klimapolitische Maßnahmen müssen verlässlich sein und einen klaren Rahmen für Europas Erfolg setzen. Deshalb ist es nun entscheidend, wie wir die wichtigsten Instrumente der EU-Klimapolitik, wie etwa den Emissionshandel, den CO2-Grenzausgleich und die Flottengrenzwerte weiter ausgestalten."

Hintergrund: Das 2040-Ziel ist ein zentraler Bestandteil des European Green Deal und als Zwischenstation Teil des Europäischen Klimagesetzes, das Klimaneutralität bis spätestens 2050 vorschreibt. Das Ziel ist nun Grundlage für künftige Klimagesetzgebung nach 2030.