„Zentral für künftige Energiewirtschaft“

Industriepolitiker*innen fordern europäische Wasserstoffstrategie

Die Industriepolitiker*innen im Europäischen Parlament haben für eine Strategie zum Aufbau einer europäischen Wasserstoffwirtschaft gestimmt: Der Energieträger kann dort zur Vermeidung von CO2-Emissionen beitragen, wo der Einsatz von Strom ineffizient ist. Jens Geier, Vorsitzender der Europa-SPD und Berichterstatter des Parlaments für die Initiative:

"Die Mehrheit der Mitglieder des Industrieausschusses spricht sich für den Aufbau eines innovativen europäischen Marktes für Wasserstoff aus. Dieser ist ein zentraler Baustein für die Dekarbonisierung Europas, also den Weg hin zu einem klimaneutralen Kontinent. Dabei ist wichtig, dass langfristig nur der erneuerbare, sogenannte grüne Wasserstoff eine nachhaltige Lösung darstellt. Ausreichende Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Wasser ist die Voraussetzung dafür. Wasserstoff aus entkarbonisiertem Erdgas bildet die Brücke ins Zeitalter der Nachhaltigkeit. Zum kurzfristigen Aufbau der Wasserstoffwirtschaft können wir darauf aber nicht verzichten.

Wenn Europa einen effizienten Wasserstoffmarkt entwickeln will, muss die Infrastruktur aufgebaut werden. Die EU muss wirtschaftliche Anreize schaffen, damit Industrie-Unternehmen, vornehmlich in der Glas-, Zement- und Stahlbranche, auf den flexiblen Energieträger umsteigen. Die Europäische Union sollte dafür außerdem internationale Partnerschaften entwickeln, um ihren Markt aufzubauen und ausreichend Wasserstoff gewinnen zu können.“

Das Plenum des Europäischen Parlaments wird im April über den Initiativbericht des Industrieausschusses abstimmen.