Wo es Alternativen gibt, muss Einwegplastik verschwinden

Europäisches Parlament beschließt Maßnahmen gegen Einwegkunststoff

„Mit ambitionierten Maßnahmen sagt Europa der Vermüllung von Umwelt und Gewässern durch Einwegplastik den Kampf an.“ 

Wo es gute Alternativen gibt, müssen Produkte aus Einwegplastik vom Markt verschwinden“, so der SPD-Europaabgeordnete Jo Leinen vor der Abstimmung über die Plastik-Richtlinie im Europäischen Parlament am Mittwoch, 27. März 2019. Spätestens 2021 müssen Produkte wie Strohhalme, Besteck und Teller aus Einwegkunststoff durch umweltfreundlichere Artikel ersetzt werden. „Ein Großteil des an Europas Stränden gefundenen Mülls besteht aus wenigen Produkten wie Plastikflaschen, Kunststoffdeckel und Zigarettenkippen. Gezielte Maßnahmen können die negativen Auswirkungen von Plastikprodukten auf die Umwelt erheblich verringern“, sagt Jo LEINEN. So müssen ab 2024 Deckel fest mit den Einwegflaschen verbunden sein. Zudem müssen die Flaschen anteilig aus recyceltem Material bestehen und ab 2029 zu mindestens 90 Prozent eingesammelt werden. 

Mit Anreizen würden Hersteller und Supermärkte zudem dazu bewegt, Verpackungen zu reduzieren und auf umweltfreundlichere Materialien umzusteigen, was Ressourcen und CO2 einspart. „Wir dürfen unseren Planeten den nächsten Generationen nicht als Müllhalde hinterlassen. Bevor die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik noch größer wird, greift die EU ein und geht mit gutem Beispiel voran. Europa beweist mit den Maßnahmen nicht nur Handlungsfähigkeit, sondern wird auch zum Trendsetter“, sagt Jo Leinen

Neben den Verbraucherinnen und Verbrauchern haben auch die Hersteller eine Verantwortung. „Die Wirtschaft muss sich in Zukunft an Reinigungskosten von öffentlichen Plätzen und Uferwegen beteiligen. So bleibt die Belastung nicht nur bei Kommunen und Gemeinden hängen“, so Jo Leinen

Weitere Informationen: 
Büro Leinen +32 228 45842 und Jan Rößmann +32 473 8645 13 (Pressesprecher)