Vorsorge gegen einen harten Brexit

Laufende ERASMUS-Aufenthalte werden regulär fortgesetzt

Studienaufenthalte in Großbritannien sind beliebt. Derzeit befinden sich ungefähr 14.000 ERASMUS+ Stipendiaten, vor allem Studierende aber auch Auszubildende, aus der EU in Großbritannien, ungefähr 4.000 von ihnen sind Deutsche.

Mit einem „no deal-Brexit“ würde ursprünglich auch die Förderung aus ERASMUS+ abrupt enden. 

„Wir haben sichergestellt, dass alle am 30. März bereits laufenden Austauschmaßnahmen auch ordentlich weiter und zu Ende geführt werden können“, sagt die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten, Petra Kammerevert. Die hierzu notwendige Verordnung wurde am Mittwoch, 13. März 2019, mit großer Mehrheit im Plenum angenommen. „Sie tritt allerdings nur in Kraft, sollte es tatsächlich kein Austrittsabkommen mit Großbritannien geben. Ansonsten gilt, was zu ERASMUS+ in einem Austrittsabkommen geregelt wird. Auch dann ist aber grundsätzlich davon auszugehen, dass begonnene Austausche wie vorgesehen beendet werden können. Weder UK noch die EU können an einer anderen Lösung interessiert sein“, stellt KAMMEREVERT klar. Bedauerlich sei allerdings, dass momentan kaum geplant werden könne. Neben den Austauschen gebe es auch über viele Jahre gewachsene Kooperationen zwischen Universitäten und Einrichtungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung, deren Zukunft zurzeit völlig ungewiss ist. 

„Wir können ja erst dann sehen, wie wir künftig mit Großbritannien im Rahmen aller Förderprogramme weiterarbeiten, wenn wir Klarheit haben, wie es eigentlich grundsätzlich weitergeht. Insoweit hoffe ich, dass wir aus Großbritannien Ende der Woche endlich eine klare Entscheidung haben, auf der wir aufbauen können. Wir können die Menschen weder in UK noch in der EU länger im Regen stehen lassen“, fordert Petra KAMMERVERT

Weitere Informationen: 
Büro Kammerevert +32 228 47554; Hannah Cornelsen (Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) +32 228 41779