Mehr Sicherheit bei Fußballspielen

Abgeordnete geben grünes Licht für gemeinsame Standards in allen EU-Mitgliedstaaten

In allen europäischen Fußballstadien sollen künftig hohe Standards für Sicherheit, Service, Barrierefreiheit und Maßnahmen gegen diskriminierendes Verhalten beachtet werden.

Für einen Beitritt der EU-Mitgliedstaaten zum Übereinkommen des Europarats über einen integrierten Schutz, Sicherheit und Service-Ansatz bei Fußballspielen und anderen Sportveranstaltungen hat das Europäische Parlament am Dienstag, 12. März 2019, in Straßburg grünes Licht gegeben. 

„Fans sowie andere Zuschauerinnen und Zuschauer sollen überall in Europa eine einladende und friedliche Atmosphäre genießen können, wenn sie Fußballspiele besuchen“, so die zuständige Berichterstatterin des Europäischen Parlaments, Sylvia-Yvonne Kaufmann. „Wir geben daher grünes Licht für die EU-Mitgliedstaaten, dem Übereinkommen des Europarats beizutreten. Zur Umsetzung sollen alle relevanten Akteurinnen und Akteure einbezogen werden, also Behörden, Polizei, Vereine, Verbände und Fans.“ 

Das Übereinkommen sieht auch Maßnahmen vor, um Gewalt und Fehlverhalten zu verhindern. Ein wichtiger Aspekt für die SPD-Europaabgeordnete Sylvia-Yvonne Kaufmann ist, dass zudem Pläne gegen diskriminierendes Verhalten in Stadien enthalten sind. „Rassistisches, homophobes und anderes diskriminierendes Verhalten hat weder in Stadien noch außerhalb etwas zu suchen. Ich begrüße, dass sich die Vertragsparteien des Übereinkommens verpflichten, Strategien und Maßnahmen festzulegen, um ein solches Verhalten so weit wie möglich in Zukunft zu verhindern und unter allen Umständen zu bestrafen.“ 

Die Umsetzung des Übereinkommens wird von einem Expertenausschuss kontrolliert. „Wichtig ist, dass auch Vertreterinnen und Vertreter von Fanverbänden mit am Tisch sitzen, wenn getroffene Maßnahmen zur Umsetzung des Übereinkommens bewertet werden“, so Sylvia-Yvonne Kaufmann, Mitglied im Innenausschuss. „Als regelmäßige Stadionbesucher können auch sie ihre Sichtweise einbringen. Über die Köpfe der Fans hinweg lassen sich Sicherheitsmaßnahmen nicht durchsetzen.“ 

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