Mehr saubere Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr

EU-Parlament stimmt Quoten für emissionsarme Fahrzeuge zu

„Der öffentliche Nahverkehr in Europas Städten muss sauberer werden. Umweltfreundliche Busse und Bahnen sind die Lösung für Staus und schlechte Luft.“

„Mit dieser Richtlinie stellen wir sicher, dass die öffentliche Hand mit gutem Beispiel vorangeht und den Markthochlauf sauberer Technologien fördert“, begrüßt Tiemo Wölken, SPD-Europaabgeordneter und Mitglied des Umweltausschusses, die Abstimmung am Donnerstag, 18. April 2019, zur Förderung sauberer und energieeffizienter Straßenfahrzeuge im Europäischen Parlament.

„Die beschlossenen Quoten sind machbar und sie bedeuten, dass die Luft in Europas Städten sauberer wird. Busse fahren weit längere Strecken als Privatfahrzeuge. Daher sind die Einspareffekte, die wir hier erreichen können, größer“, unterstreicht Tiemo Wölken. „Für uns war wichtig, dass auch Hybrid- und nachgerüstete sowie Biogas-betriebene Fahrzeuge durch die Richtlinie anerkannt werden. Saubere Luft ist ein öffentliches Gut, daher müssen Europäische Union und Mitgliedstaaten Hand in Hand die Kommunen bei der Flottenerneuerung und dem Ausbau der Infrastruktur unterstützen. So steht es auch richtigerweise in der Richtlinie."

Als „Saubere und energieeffiziente Straßenfahrzeuge“ werden solche definiert, die treibhausgas- und schadstoffarme Antriebsarten nutzen, wie Strom, Wasserstoff, Biogas und Biotreibstoffe ohne Palmöl sowie Naturgas. Die Mitgliedstaaten müssen in verschiedenen Fahrzeug-Kategorien und je nach Wohlstand unterschiedliche Ziele erreichen, die im Zeitraum bis 2025 und von 2025 bis 2030 in ambitionierterer Form gelten. Dabei gibt es vor allem für Busse ehrgeizige Vorgaben für Nullemissionsfahrzeuge (Strom und Wasserstoff): Deutschland könnte sein Ziel dabei beispielsweise mit der Beschaffung von 22,5% Wasserstoff- oder batterieelektrischen Bussen und 22,5% Biogas-Bussen bis 2025 erreichen, sowie jeweils 32,5% bis 2030.

Die Richtlinie tritt Mitte 2021 in Kraft.

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