"Für eine geschlechtergerechte EU-Kommission"

EU-Mitgliedstaaten nomieren Kandidatinnen und Kandidaten

"Dass sich Frau von der Leyen für eine geschlechtergerechte EU-Kommission starkmachen will, haben wir gerne gehört. Denn das ist ein Ziel der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Europäischen Parlament", so Jens Geier, Vorsitzender der SPD-Europaabgeordneten. 

"Die Ungerechtigkeit eines unausgeglichenen Teams sollte endlich behoben werden. Für ihre Bewerbungsrede hatte von der Leyen ja durchgezählt: Seit 1958 hat die EU-Kommission demnach 183 Mitglieder gehabt. Davon sind nur 35 Frauen gewesen, weniger als 20 Prozent. In der Prodi-Kommission waren fünf Frauen, Manuel Barroso hatte acht Frauen in seinem Team, unter Jean-Claude Juncker waren es zehn. Eine geschlechtergerechte EU-Kommission ist machbar. Die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten haben Ursula von der Leyen als Kommissionspräsidentin gewollt. Sie dürfen sie jetzt bei dieser ersten Bewährungsprobe nicht im Stich lassen und müssen Kandidatinnen vorschlagen. Auch bei den Anhörungen kann es zu Änderungen kommen. Jean-Claude Juncker hatte 2014 laut Medienberichten sechs Nominierte abgelehnt. Parlament und Kommissionspräsidentin sind also keinesfalls wehrlos gegenüber den Vorschlägen der Regierungen."