Europäische Kulturförderung auf geeignetes Fundament stellen

Neuauflage des EU-Förderprogramms ‚Kreatives Europa'

„Kultur und Kulturförderung wurde auf europäischer Ebene lange Zeit nicht viel Beachtung geschenkt. Dank der öffentlichen Aufmerksamkeit des Europäischen Kulturerbejahres, das wir 2018 feierten, ist es jedoch gelungen, diesen Trend umzukehren“,  

freut sich Petra Kammerevert, kultur- und bildungspolitische Sprecherin der SPD im Europäischen Parlament und Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung. Am Donnerstag, 28. März 2019, hat das Europäische Parlament seine Position zur Neuauflage des Förderprogramms für die europäischen Kultur- und Kreativsektoren mit großer Mehrheit angenommen. „Kultur spielt eine zentrale Rolle bei der Bewältigung wichtiger Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft. Das Förderprogramm ‚Kreatives Europa‘ muss dementsprechend ausgestattet werden. Eine Verdoppelung des laufenden Programmbudgets auf 2,8 Milliarden Euro ist daher das Mindeste. Wir brauchen ein starkes EU-Förderprogramm, das Kreative und Kulturschaffende besser unterstützt und zur Weiterentwicklung der europäischen Kultur und Identität beiträgt“, kommentiert Petra Kammerevert das Abstimmungsergebnis. 

‚Kreatives Europa‘ fördert unter anderem grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen Kulturorganisationen sowie die Produktion und Verbreitung von europäischen Filmen und Serien. Das EU-Parlament möchte mit der Mittelaufstockung in Zukunft nicht nur noch mehr Projekte fördern und den hohen Ablehnungsraten entgegensteuern, sondern auch neue Schwerpunkte setzten. Dazu zählt die Mobilität von Künstlerinnen und Künstlern, Qualitätsjournalismus und der europäische Musiksektor. 

„Ich hoffe, dass auch die nationalen Regierungen mittlerweile erkannt haben, dass Kultur die Teilhabe am gesellschaftlichen Miteinander, gemeinsame Werte sowie das Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger fördert. Am Ende müssen sich Parlament und Mitgliedstaaten nämlich auf ein gemeinsames Programm einigen“, so Petra Kammerevert weiter. „Ohne die Zustimmung aus den Hauptstädten wird es nicht möglich sein, die europäische Kulturförderung endlich auf ein geeignetes Fundament zu stellen.“ 

Die Verhandlungen zwischen EU-Parlament und nationalen Regierungen über ‚Kreatives Europa‘ werden erst nach den Europawahlen am 26. Mai 2019 losgehen. Bis Ende 2020 muss eine Einigung erzielt werden, um einen nahtlosen Übergang zwischen dem laufenden und zukünftigen Förderprogramm sicherzustellen. 

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