Flucht und Migration

human und solidarisch gestalten

Europa braucht Migrationspolitik, die Menschlichkeit und Ordnung verbindet. Wir setzen uns für faire Asylverfahren, den Schutz von Grundrechten und eine solidarische Verantwortungsteilung in der Europäischen Union ein. Migration kann nur gemeinsam europäisch gestaltet werden – mit klaren Regeln, legalen Wegen und Respekt vor der Würde jedes Menschen.

Verantwortung teilen und Menschenrechte schützen

Die Situation an Europas Außengrenzen zeigt: Nationale Alleingänge lösen keine Probleme. Wir wollen eine gemeinsame europäische Asylpolitik, die Schutzsuchenden faire Verfahren ermöglicht und Menschenrechtsverletzungen konsequent verhindert.

Mit der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems wurden erstmals verbindliche Solidaritätsmechanismen geschaffen. Mitgliedstaaten müssen sich stärker gegenseitig unterstützen – durch Aufnahme, finanzielle Hilfe oder praktische Unterstützung. Durch ein einheitliches System werden Migrant*innen bei der Ankunft in Europa registriert haben dann einen geordneten Zugang zu Verfahren wie einer Asylprüfung.

Dafür stehen wir:

  • Faire und rechtsstaatliche Asylverfahren
  • Schutz der Menschenrechte an den EU-Außengrenzen
  • Verbindliche Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten
  • Konsequente Kontrolle der Umsetzung europäischen Rechts

Legale Migration ermöglichen und Integration stärken

Europa braucht geordnete und legale Wege der Migration. Gerade angesichts des Arbeitskräftemangels müssen Einwanderung und Integration besser europäisch organisiert werden. Gleichzeitig wollen wir Kommunen stärken, die vor Ort Integration ermöglichen und gesellschaftlichen Zusammenhalt schaffen.

 

Wir setzen uns für einfachere legale Zugangswege nach Europa und eine stärkere Zusammenarbeit mit Herkunftsländern auf Augenhöhe ein. Migrationspolitik muss Chancen eröffnen und Perspektiven schaffen – sowohl in Europa als auch in den Herkunftsregionen.

„Als Parlament nehmen wir Mitgliedstaaten und Kommission beim Wort: Die vollumfängliche Umsetzung der Asylreform ist entscheidend für ihre Wirksamkeit. Wir beobachten jetzt, was bei der Umsetzung wirklich funktioniert und wo wir noch Druck machen müssen. Auch die EU-Kommission müsste dann aktiv werden.“ - Birgit Sippel, innenpolitische Sprecherin der S&D-Fraktion        

Fluchtursachen bekämpfen und internationale Verantwortung übernehmen

Menschen fliehen vor Krieg, Verfolgung, Armut und Perspektivlosigkeit. Deshalb reicht es nicht, nur über Grenzschutz zu sprechen. Europa muss sich stärker für Krisenprävention, wirtschaftliche Entwicklung und demokratische Stabilität weltweit einsetzen.

 

 

Wir wollen Partnerschaften mit Herkunfts- und Transitländern stärken und internationale Verantwortung übernehmen. Dazu gehören Investitionen in Bildung, nachhaltige Entwicklung und demokratische Strukturen – insbesondere in der Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten.

„Die Auswirkung von Hunger, Krieg und Gewalt machen auch vor abgeschotteten Grenzen nicht halt.“ — Udo Bullmann, entwicklungspolitischer Sprecher der sozialdemokratischen S&D-Fraktion im Europäischen Parlament

Humanität und Ordnung gemeinsam denken

Eine funktionierende Migrationspolitik braucht klare Regeln, aber auch Menschlichkeit. Deshalb kämpfen wir dafür, dass Schutzsuchende nicht entrechtet werden und europäische Werte überall gelten – auch an den Außengrenzen der EU.

Unser Ziel bleibt ein Europa, das Schutz gewährt, Integration ermöglicht und Verantwortung solidarisch trägt.

 

Erfolgsgeschichte Schengen weiterschreiben

Schengen erleichtert das Leben von fast 450 Millionen Menschen in ganz Europa, schafft freien Handel und enge Zusammenarbeit.

Das grenzenlose Europa hat unsere Nachbarschaft gestärkt - heute ist es insbesondere in Grenzregionen normal, im Nachbarland zu leben, zu arbeiten oder Kulturangebote zu nutzen. Als Europäer:innen haben wir das große Privileg, wählen zu dürfen, wo wir uns niederlassen - ob für die Ausbildung, den Job oder für die Liebe.

All das wollen wir erhalten und für noch mehr Menschen erfahrbar machen. Binnengrenzkontrollen, wie sie einige Mitgliedstaaten nun wieder eingeführt haben, dürfen nur im Notfall angewandt und nicht als Ausdruck einer härteren Migrationspolitik missbraucht werden.