"Mehr Chancen für junge Menschen"
Europäisches Parlament stärkt Erasmus+

Das Europäische Parlament hat seine Position zum neuen Erasmus+-Programm für die Jahre 2028 bis 2034 verabschiedet. Zukünftig sollen 15 Prozent des EU-Budgets für den Jugendbereich reserviert werden. Zudem sollen Schulen, Auszubildende, Jugendvereine und kleinere Organisationen leichter Zugang zu europäischen Fördermitteln erhalten.
Sabrina Repp, bildungspolitische Sprecherin der Europa-SPD:
"Erasmus+ ist so viel mehr als ein Auslandssemester. Ob Schülerin, Azubi, Studentin oder Mitglied in einem Jugendverein: Alle jungen Menschen sollen die Chance bekommen, Europa selbst zu erleben. Dafür haben wir Sozialdemokrat:innen in den vergangenen Monaten hart verhandelt. Besonders wichtig war uns, den Jugendbereich finanziell abzusichern und die Hürden für kleinere Vereine und Schulen zu senken. Denn gerade in ländlichen Regionen scheitert europäischer Austausch oft nicht am Interesse, sondern an fehlenden Mitteln oder komplizierten Anträgen. Europa darf aber weder vom Geldbeutel der Eltern, noch von der Postleitzahl abhängen.
Wer schon in jungen Jahren Kontakte über Ländergrenzen hinweg knüpft, für den bleibt Europa nicht abstrakt. Europa bekommt Gesichter, Geschichten und Freundschaften. Interkulturelle Begegnungen sind das beste Rezept gegen Nationalismus, Vorurteile oder Intoleranz."
Hintergrund: Das neue Erasmus+-Programm soll von 2028 bis 2034 laufen. Das Europäische Parlament fordert dafür eine deutliche Aufstockung der Mittel gegenüber der laufenden Förderperiode. Mit der Plenarabstimmung legt das Parlament seine Position fest. Die endgültige Ausgestaltung des Programms wird anschließend mit den EU-Mitgliedstaaten verhandelt.


