„Flug gestrichen, Geld zurück“
EU-Parlament stimmt über bessere Durchsetzung von Fahrgastrechten ab

Wer nach einem Flugausfall auf seine Erstattung wartet, soll leichter an sein Geld kommen. Am morgigen Dienstag, 20. Oktober, stimmt das Europäische Parlament über neue EU-Regeln für Reisende im Flugzeug, Zug, Bus und Schiff ab. Die mit den Mitgliedstaaten ausgehandelte Einigung stärkt die Aufsicht über Verkehrsunternehmen, erleichtert Erstattungsanträge und verbessert die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Vivien Costanzo, verkehrspolitische Sprecherin der Europa-SPD:
„Wer wegen eines ausgefallenen Fluges festsitzt, braucht Hilfe und sein Geld zurück. Stattdessen werden Reisende zu oft zwischen Airline und Buchungsportal hin- und hergeschickt. Damit muss Schluss sein: Auch wer über einen Vermittler gebucht hat, soll bei einer Flugannullierung den vollen Ticketpreis einschließlich der Vermittlungsgebühren zurückbekommen.
Fahrgastrechte helfen nur, wenn sich Unternehmen daran halten. Deshalb stärken wir die Aufsichtsbehörden: Sie sollen Verstöße eigenständig untersuchen und Bußgelder verhängen können. Reisende dürfen nicht darauf angewiesen sein, jeden Anspruch mühsam selbst durchzusetzen.
Und selbstbestimmtes Reisen darf keine Frage einer Behinderung sein. Wenn eine Begleitperson für den Flug erforderlich ist, muss sie kostenlos mitfliegen können. Notwendige Unterstützung darf kein kostenpflichtiges Extra sein.“
Nach der Zustimmung des Parlaments muss auch der Rat die Vereinbarung noch formal bestätigen. Die neuen Regeln sollen parallel zur jüngst beschlossenen Reform der Fluggastrechte gelten, voraussichtlich im September 2027.


