04.11.2026Kultur & Bildung

"Bildungschancen dürfen nicht von der Herkunft abhängen"

EU-Kommission legt neues Bildungspaket vor

"Bildungschancen dürfen nicht von der Herkunft abhängen"

Die Europäische Kommission hat ihr neues Bildungspaket vorgestellt. Damit will sie grundlegende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen stärken, dem Lehrkräftemangel entgegenwirken und digitale Bildung verbessern.

Sabrina Repp, bildungspolitische Sprecherin der Europa-SPD, erklärt: 
„Bildung darf keine Frage des Geldbeutels der Eltern sein. Doch die PISA-Ergebnisse zeigen: Fast jedes dritte Kind in Deutschland erreicht nicht einmal die grundlegenden Kompetenzen in Mathematik. Noch immer entscheidet die soziale Herkunft viel zu stark über den Bildungserfolg. Das ist ungerecht und verschenkt Chancen! 

Jedes Kind verdient die bestmögliche Förderung, unabhängig davon, wo es aufwächst. Dafür brauchen wir mehr Zeit für individuelle Unterstützung, ausreichend Lehrkräfte und weniger Bürokratie an Schulen. Gerade im ländlichen Raum darf gute Bildung nicht am Lehrkräftemangel scheitern. 

Die EU-Kommission setzt wichtige Impulse. Entscheidend ist aber, dass die Vorschläge auch in den Klassenzimmern ankommen. Denn gleiche Bildungschancen sind eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Kein Kind darf zurückgelassen werden.“

Das Bildungspaket soll die europäische Zusammenarbeit bei Grundkompetenzen, Lehrberufen und digitaler Bildung stärken. Die Verantwortung für die Bildungssysteme liegt weiterhin bei den Mitgliedstaaten. Die Vorschläge müssen deshalb national und regional umgesetzt werden.

Pressekontakt

Pressesprecher der SPD-Europaabgeordneten

Jan Rößmann

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jan.rossmann@europarl.europa.eu