 Die EU-Kommission will am morgigen 13. Mai einen Gesetzesvorschlag vorlegen, um grenzüberschreitende Bahnreisen in Europa zu vereinfachen. Ziel ist es, internationale Zugverbindungen künftig einfacher buchbar zu machen und Fahrgastrechte über mehrere Anbieter hinweg zu stärken. Das Europäische Parlament und der Rat werden die Vorschläge der EU-Kommission anschließend prüfen und sich dazu positionieren. Vivien Costanzo, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten: „Der zuständige Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas hat in den vergangenen Wochen große Versprechen gemacht. Daran werden wir den Entwurf der EU-Kommission messen. Wer europäische Bahnreisen wirklich attraktiver machen will, muss konkrete Verbesserungen für die Fahrgäste liefern.
Es ist immer noch unnötig kompliziert, grenzüberschreitende Bahnreisen innerhalb Europas zu buchen. Reisende müssen sich weiterhin durch verschiedene nationale Systeme kämpfen, Tickets einzeln kaufen und tragen häufig selbst das Risiko, wenn Anschlüsse verpasst werden. Das ist weder verbraucherfreundlich noch zeitgemäß.
Wir erwarten deshalb konkrete Fortschritte bei gemeinsamen Buchungssystemen und beim Zugang zu Ticketdaten. Entscheidend ist auch die Klärung der Haftungsfrage bei grenzüberschreitenden Reisen. Ein europäischer Bahnraum braucht einfache Buchungen, verlässliche Verbindungen und klare Rechte für Fahrgäste. Nur so wird die Schiene zu einer echten europäischen Alternative zum Kurzstreckenflug.“
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