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Europa-SPD
06. Februar 2026

Unabhängiger, stärker, sicherer. So wollen wir Europa neu aufstellen.

Liebe Europa-Freund:innen,

Europa steht an einem Wendepunkt. Die jüngsten geopolitischen Entwicklungen – nicht zuletzt die Debatte um Grönland – zeigen: Europas Stärke ist kein Selbstläufer. Wir müssen sie aktiv nutzen und gezielt in unsere gemeinsame Zukunft investieren.

Wer Europapolitik noch immer für ein Nischenthema hält, verkennt die Realität. Entscheidungen auf europäischer Ebene prägen heute Sicherheit, Wohlstand und Handlungsfähigkeit ganz konkret.

Während rechte Kräfte mit der neuen Machtpolitik ringen, haben sie keinerlei Antwort, wie ein souveräneres Europa aussehen kann.

Jetzt kommt es darauf an, gemeinsam Kurs zu halten: für ein Europa, das schützt, entscheidet und gestaltet – und das in der Lage ist, auch in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben.

In dieser Ausgabe zeigen wir drei Bereiche in der EU-Politik, die in den kommenden Monaten in Brüssel verhandelt werden, und die besonders wichtig sind, um Europa stark, krisenfest und unabhängiger aufzustellen.

Eure Europa-SPD

Unsere Stärke einsetzen – der EU-Binnenmarkt als Hebel für gute Industriejobs

 

Um hochwertige Arbeitsplätze in Europa zu sichern, muss die EU ihre industrielle Basis gemeinsam auf einen zukunftsfesten und nachhaltigen Kurs bringen. Der Binnenmarkt ist dabei unser stärkster Hebel: Wenn Europa gezielt Kapital mobilisiert, europäische Wertschöpfung stärkt und öffentliche Aufträge und Förderung konsequent für Produkte made in Europe unter Einhaltung sozialer Standards nutzt, können hochwertige Arbeitsplätze und neue industrielle Stärke entstehen. Mit einem europäischen Industrie-Booster sollen saubere und innovative Produkte gezielt gefördert werden. Gleichzeitig ist digitale Souveränität entscheidend. Europa braucht klare Regeln, um Abhängigkeiten von globalen Tech-Konzernen zu reduzieren und die Kontrolle über zentrale Technologien zurückzugewinnen. Für beides brechen jetzt entscheidende Wochen in Brüssel an. Den Rahmen für unser Handeln setzen die EU-Klimaziele. Der Kurs weg von fossilen Energien ist gesetzt. Um diesen zu halten, braucht europäische Industrie Unterstützung für Investitionen, einen verlässlichen Strompreis und Schutz vor unfairem Wettbewerb.

Ob Stahl oder Software: Hinter jeder Produktion stehen Menschen und Talente, die wir in Europa brauchen, schützen und fördern wollen. Wir erwarten, dass die EU-Kommission noch in diesem Jahr konkrete Schritte für einen verbindlichen EU-weiten Rahmen für hochwertige Arbeitsplätze vorlegt.

Sicher zusammen: Verteidigung europäisch denken.

In einer Welt wachsender geopolitischer Spannungen kann Europas Sicherheit nicht länger national organisiert werden. 

Ein gemeinsamer europäischer Binnenmarkt für Verteidigung ist deshalb entscheidend: Er ermöglicht die Entwicklung neuer Technologien, sichert hochwertige Arbeitsplätze, stattet unsere Streitkräfte verlässlich aus und nutzt Steuergelder effizienter. Heute bremst eine zersplitterte Verteidigungsindustrie mit nationalen Sonderregeln Europas Handlungsfähigkeit und macht uns unnötig abhängig. Gemeinsame Planung, abgestimmte Standards und eine stärkere europäische Ausrichtung der Beschaffung würden diese Schwächen überwinden. Strategische Autonomie beginnt dort, wo Europa seine Stärke bündelt und sicherstellt, dass jeder investierte Euro effizient eingesetzt wird. Wir leben in einer Zeit, in der dieser Schritt nötiger ist denn je - denn höhere Ausgaben für Verteidigung und Sicherheit dürfen keine Kürzungen im Sozialen bedeuten. Auch deshalb ist eine europäische Strategie so wichtig, um langfristig öffentliche Haushalte zu entlasten.

Statt Paypal, Visa, Mastercard: Digitalen Euro einführen.

Im digitalen Zahlungsverkehr sind wir heute fast vollständig von US-Anbietern abhängig. Ob beim Online-Einkauf oder an der Kasse: Europäische Alternativen fehlen bislang.

Ein digitaler Euro würde hier ansetzen. Er wäre das elektronische Pendant zum Bargeld – eine europäische Ergänzung, die allen Menschen im Euroraum offensteht und überall genutzt werden kann.

Gestaltet nach europäischen Regeln, würde der digitale Euro höchste Standards beim Schutz der Privatsphäre garantieren. Anders als private Bezahlsysteme wäre er kein Geschäftsmodell, sondern eine öffentliche Infrastruktur.

Das ist relevant für Bürger:innen, Banken und den Handel gleichermaßen. Mit dem digitalen Euro entstünde ein europäisches Gegengewicht, das Wettbewerb stärkt und Abhängigkeiten reduziert.

Wichtig dabei: Der digitale Euro ersetzt das Bargeld nicht. Im Gegenteil. Mit seiner Einführung wäre eine Bargeldgarantie verankert. So bleibt sichergestellt, dass alle auch künftig frei entscheiden können, ob sie bar oder digital bezahlen.

Ihr glaubt daran, dass Europa das schaffen kann? 

Ihr denkt, dass mehr Menschen jeden Monat kompakte EU-Politik im Posteingang erhalten sollten? Dann empfehlt das Europa-Magazin weiter und lasst uns wissen, welche Europa-Fragen euch bewegen.

Danke für euer Interesse!

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