 Die Verhandler von EU-Parlament und Mitgliedstaaten haben sich in der Nacht auf eine Reform der Regeln für den Zahlungsverkehr geeinigt: Ziel der Überarbeitung der Zahlungsdienste-Richtlinie (PSD) ist, den digitalen Zahlungsverkehr sicherer zu machen, Verbraucher:innen besser vor Betrug zu schützen und gleichzeitig Innovation sowie Wettbewerb im europäischen Finanzmarkt zu stärken. Mit der Einigung werden zentrale Weichen für den künftigen Umgang mit Online-Zahlungen, neuen Anbietern und datengetriebenen Geschäftsmodellen gestellt. René Repasi, Vorsitzender der Europa-SPD und Mitglied im Wirtschafts- und Währungsausschuss: "Die Zahlungsdienste-Verordnung nimmt Plattformen stärker in die Verantwortung. Die Betreiber müssen Nutzerinnen und Nutzern künftig über Betrugsrisiken in sozialen Medien aufklären. Finfluencer dürfen keine Reichweitenwerbung mehr schalten, wenn sie Finanzprodukte bewerben. Nur zugelassene Anbieter dürfen Werbung für Finanzdienstleistungen machen. Bei Verstößen haften die Plattformen. Zudem haften Plattformen auch dann, wenn Nutzerinnen und Nutzer durch illegale Inhalte finanzielle Schäden erleiden und der Betreiber zuvor darüber informiert war. Das ist ein wichtiger Fortschritt für den Verbraucherschutz und wird Betrug durch Kryptobros und betrügerische Anlagewerbung einen Strich durch die Rechnung machen.“ |