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Europa-SPD
29. April 2026

"Unternehmerinnen im ländlichen Raum stärken"

EU-Parlament fordert bessere Bedingungen für Gründerinnen

Von Sabrina Repp

Das Europäische Parlament hat heute in Straßburg einen Initiativbericht verabschiedet, um das weibliche Unternehmertum in ländlichen Gebieten, Inselregionen und Regionen in äußerster Randlage zu stärken. Die Abgeordneten benennen darin zentrale Hürden für Gründerinnen – vom fehlenden Zugang zu Finanzierung über unzureichende Kinderbetreuung bis hin zu Defiziten in der digitalen Infrastruktur – und fordern gezielte Maßnahmen, um die wirtschaftliche Selbstständigkeit von Frauen vor Ort zu unterstützen. Die Parlamentsmehrheit für den Bericht erhöht den Druck auf die EU-Kommission, entsprechende Gesetzgebung vorzulegen.

Sabrina Repp, stellvertretendes Mitglied im Gleichstellungsausschuss und Schattenberichterstatterin: 
„Wer heute noch glaubt, wirtschaftliche Stärke entstehe nur in Metropolen, übersieht die Realität vor Ort. Frauen im ländlichen Raum halten unsere Regionen am Laufen – oft im Hintergrund, oft ohne Absicherung, oft gegen strukturelle Widerstände. Dieser Bericht ist ein Signal: Wir machen die oft unsichtbare Arbeit von Frauen sichtbar und geben ihr den Wert, den sie verdient. Es kann nicht sein, dass Frauen Betriebe mittragen, Verantwortung schultern und am Ende ohne eigene soziale Absicherung dastehen. Genau hier setzen wir an. Wer jeden Tag arbeitet, darf im Alter nicht auf Unsicherheit zurückgeworfen werden. Frauen sind keine Ressource – sie sind selbstbestimmte Gestalterinnen ihrer Zukunft und ihrer Regionen. 

Wir konnten in diesem Initiativbericht zentrale Forderungen einbringen, darunter den Abbau struktureller Diskriminierung, die bessere soziale Absicherung mitarbeitender Ehepartner:innen - insbesondere in der Landwirtschaft-, den gleichberechtigten Zugang zu Land und Agrarfördermitteln sowie eine nach Geschlecht differenzierte Datenerhebung. In vielen ländlichen Regionen entscheidet der Busfahrplan, die Kinderbetreuung oder ein stabiler Breitbandanschluss darüber, ob eine Frau ein Unternehmen gründen kann. Gleichstellungspolitik ist hier konkrete Strukturpolitik – sie entscheidet darüber, ob eine Frau gründen kann oder nicht. Wer Europas Regionen stärken will, muss genau hier investieren."

Sabrina Repp

Mecklenburg-Vorpommern

Ausschuss für regionale Entwicklung
Ausschuss für Kultur und Bildung
Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter

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Jan Rößmann

Pressesprecher der SPD-Europaabgeordneten

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