 Bei der Parlamentswahl in Schweden sind die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten von Ex-Regierungschefin Magdalena Andersson einer Wählerbefragung zufolge stärkste Kraft geworden. Die Partei kam laut dem schwedischen Sender SVT auf 28,4 Prozent der Stimmen. Das Mitte-links-Bündnis kommt demnach zusammen auf etwa 51 Prozent der Stimmen. Damit liegt es vor dem regierenden rechten Block mit knapp 47 Prozent.
René Repasi, Vorsitzender der SPD-Europaabgeordneten:„Der Wahlerfolg der schwedischen Sozialdemokratie ist ein Signal an Deutschland und Europa: Der Vormarsch der extremen Rechten ist kein Naturgesetz. Die schwedische Arbeiterpartei zeigt, dass Sozialdemokratie Mehrheiten gewinnen kann, wenn sie soziale Sicherheit, einen funktionierenden Staat und wirtschaftliche Stärke zusammendenkt und die konkreten Sorgen der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die demokratische Mitte gewinnt, indem sie Probleme löst und eine positive Zukunftserzählung aufzeigt – nicht, indem sie am rechten Rand fischt. Wer Rechtsextreme kopiert oder zu normalen Partnern macht, verschiebt nicht die Rechtsextremen in die Mitte, sondern die Mitte nach rechts. Schweden zeigt: Wer für gute Schulen und Krankenhäuser, Sicherheit und einen starken Sozialstaat sorgt, schafft Vertrauen in die Demokratie. Jetzt kommt es darauf an, aus diesem Wahlergebnis eine stabile Regierung zu formen. Europa braucht ein Schweden, das für Demokratie, sozialen Zusammenhalt und eine starke Europäische Union steht.“ |