 EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa wollen am morgigen Samstag in der Hauptstadt Paraguays, Asunción, das Handelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Staaten des Mercosur unterzeichnen. Die Verhandlungen dauern seit 25 Jahren an. Das Europäische Parlament wird das Abkommen nun eingehend prüfen und voraussichtlich noch im Frühjahr darüber abstimmen.
Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses im Europäischen Parlament: „Mit dem Mercosur-Abkommen setzt Europa auf Partnerschaft auf Augenhöhe statt auf imperialistische Machtpolitik. Während andere Abschottung, Erpressung und das Recht des Stärkeren ausweiten, stärkt die EU verlässliche, regelbasierte Beziehungen und den Multilateralismus. Dieses Abkommen ist kein technisches Handelsprojekt, sondern ein strategischer Schritt. Europa diversifiziert seine Handelsbeziehungen, macht sich unabhängiger und baut Allianzen mit Ländern auf, die sich zu gemeinsamen Regeln und internationalen Partnerschaften bekennen. Gerade angesichts globaler nationalistischer Tendenzen brauchen wir verlässliche Beziehungen.
Nach der Unterzeichnung wird das Europäische Parlament das Abkommen sorgfältig prüfen und in den kommenden Monaten darüber abstimmen. Unser Maßstab ist klar: ein faires Handelsabkommen, das Menschen in Europa und Südamerika nutzt, hohe Standards schützt, wirtschaftliche Chancen eröffnet und Europas internationale Gestaltungskraft stärkt.“ |