 Das EU-Parlament hat dafür gestimmt, das jungen Menschen mehr Gehör in den politischen Entscheidungsprozessen der EU geschenkt wird. Die sogenannte EU-Jugendstrategie ist ein Rahmenprogramm der Europäischen Union, das darauf abzielt, die Lebenssituation junger Menschen in Europa zu verbessern und ihre aktive Beteiligung an gesellschaftlichen und politischen Prozessen zu fördern. Sie umfasst Maßnahmen und Ziele in verschiedenen Bereichen wie Bildung, Beschäftigung, soziale Inklusion, Gesundheit und politische Partizipation. Die bevorstehende Neuausrichtung setzt neue Ziele für die jugendpolitische Zusammenarbeit in der EU ab 2027. Mit der heutigen Zustimmung im Plenum setzt das Europäische Parlament Prioritäten für die Ausarbeitung der Strategie in der EU-Kommission. Sabrina Repp, Mitglied im Kulturausschuss und Berichterstatterin für die EU-Jugendstrategie „Wenn wir wollen, dass junge Menschen Vertrauen in Europa haben, müssen wir dafür sorgen, dass sie sich von europäischer Politik repräsentiert fühlen und mitreden. Sie sollen über den gesamten politischen Prozess eingebunden werden und nachvollziehen können, was aus ihren Vorschlägen wird. Das passiert zum Beispiel durch die Stärkung des sogenannten Jugendchecks bei Gesetzesvorhaben der EU. Gerade junge Menschen, die weniger Möglichkeiten haben, weil sie im ländlichen Raum wohnen, keine Ausbildung finden, oder mit einer Behinderung leben, müssen aktiv und stärker eingebunden werden, um allen eine faire Chance auf politische Beteiligung bieten zu können. Unterstützung, Prävention und frühere Intervention in Schulen, Hochschulen, Jugendarbeit und Sport können dazu beitragen, dass die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen gestärkt wird - diese ist eines der zentralen aktuellen Themen unter jungen Menschen, neben steigenden Lebenshaltungskosten - daher legen wir den Fokus des Berichts bewusst auf bezahlbares Wohnen und faire Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen. EU-Programme mit Jugend-Bezug müssen konkrete Maßnahmen für die drängendsten Belange junger Menschen fördern." Ausblick: Im nächsten Schritt ist die Kommission ist aufgefordert, zentrale Forderungen des Parlaments in die nächste Strategie zu übernehmen. Der zuständige EU-Kommissar ist der Malteser Glenn Micallef. |