 Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten haben sich im Vermittlungsausschuss auf eine Reform der europäischen Fluggastrechte verständigt. Die Einigung umfasst unter anderem neue Regeln für Entschädigungen bei Verspätungen und Flugausfällen, vereinfachte Verfahren zur Durchsetzung von Ansprüchen, mehr Transparenz gegenüber Passagier sowie klarere Vorgaben für Handgepäck und die Betreuung von Familien und Menschen mit Behinderungen. Parlament und Rat müssen nun noch formal über die Vereinbarung entscheiden. Voraussichtlich stimmt das Plenum im Juni darüber ab. Vivien Costanzo, verkehrspolitische Sprecherin der Europa-SPD: „Für Millionen Reisende in Europa wird künftig klarer und einfacher sein, welche Rechte sie haben und wie sie diese durchsetzen können. Wer stundenlang am Flughafen festhängt oder dessen Flug kurzfristig ausfällt, soll schneller und unkomplizierter zu seiner Entschädigung kommen. Airlines dürfen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht länger durch komplizierte Verfahren oder unklare Informationen von ihren Ansprüchen abhalten.
Wichtig ist auch, dass Familien auf Reisen besser geschützt werden. Kinder und ihre Eltern müssen zusammensitzen können, ohne dafür zusätzliche Gebühren zahlen zu müssen. Menschen mit Behinderungen und eingeschränkter Mobilität brauchen verlässliche Unterstützung statt zusätzlicher Hürden. Gleichzeitig schaffen klare Regeln beim Handgepäck mehr Transparenz und verhindern, dass Reisende erst am Gate mit unerwarteten Zusatzkosten konfrontiert werden.
Europa zeigt nach jahrelangem Stillstand, dass Verbraucherrechte keine Nebensache sind. Wer die Folgen von Verspätungen, Flugausfällen oder mangelhafter Information trägt, muss sich darauf verlassen können, dass seine Rechte schnell, einfach und wirksam durchgesetzt werden. Unser Anspruch war immer klar: starke Fluggastrechte statt fauler Kompromisse zulasten der Passagierinnen und Passagiere.“ |