 Die Kommission hat heute ein Paket vorgelegt, dass der Ausbeutung von mobilen Beschäftigten in der EU den Riegel vorschieben soll. Mit den Maßnahmen sollen die Rechte der über 14 Millionen mobilen Beschäftigten und ca. 1,9 Millionen Grenzgänger:innen bestärkt werden. Sozialdemokrat:innen fordern ein robusteres und gezielteres Kontrollsystem zur Bekämpfung von Betrug und Sozialdumping sowie stärkere Rechte für mobile Arbeitnehmer:innen Gaby Bischoff, S&D-Vizepräsidentin und sozialpolitische Sprecherin der Europa-SPD: "Mobile Arbeitskräfte, die für ihren Job Grenzen überqueren, sind für das Funktionieren des EU-Binnenmarkts unerlässlich. Doch woran es fehlt, ist die Wertschätzung, starke Rechte und Schutz vor Ausbeutung. Jetzt geht die EU-Kommission einen Schritt in die richtige Richtung: Ein Europäischer Sozialversicherungsausweis soll die Sozialansprüche von Menschen, die grenzüberschreitend arbeiten, digital überprüfbar machen. Außerdem müssen wir die Fähigkeiten und Qualifikationen von Europäer:innen digital übertragbar. machen. So ermöglichen wir mobilen Arbeitnehmer:innen, ihre Talente im gesamten Binnenmarkt einzusetzen, was zu einer dynamischeren Wirtschaft beiträgt und Verwaltungskosten einspart. Ich begrüße außerdem den Vorschlag, die Europäische Arbeitsbehörde zu stärken, um Arbeitnehmer:innen besser zu schützen. Es ein Skandal, dass 3,64 Millionen Drittstaatsangehörige, die auf den Feldern oder Schlachthöfen Europas schuften, häufig Ausbeutung und prekären Beschäftigungsverhältnissen ausgesetzt sind. Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen sollen die Kompetenzen der Arbeitsbehörde endlich erweitert werden, um Risikoanalysen, Prävention und Schutz vor Ausbeutung gewährleisten und die Kontrolle von Arbeitsschutzvorgaben besser koordinieren zu können. Für faire Arbeitskräftemobilität und eine wettbewerbsfähigere und widerstandsfähigere europäische Wirtschaft braucht es diese Maßnahmen. Freizügigkeit im europäischen Binnenmarkt muss Sicherheit und soziale Rechte gewährleisten." |