Ein Mann überquert eine europäische Grenze – nichts passiert. Eine Frau überquert eine Grenze – und plötzlich entscheidet der Staat über ihren Körper. In einigen Mitgliedstaaten wird der Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen eingeschränkt oder faktisch unmöglich gemacht. Das bedeutet für viele Frauen: Sie müssen reisen, um medizinische Hilfe zu bekommen – oder sie riskieren ihre Gesundheit. Die europäische Bürger:inneninitiative My Voice, My Choice hat gezeigt, dass sich Widerstand gegen diesen Rückschritt organisiert. Über eine Million Menschen haben sich dafür ausgesprochen, dass Europa den Zugang zu sicheren Abtreibungen unterstützt. Die Europäische Kommission hat darauf reagiert und geprüft, wie EU-Mittel künftig auch für die Bereitstellung sicherer Abtreibungsdienste eingesetzt werden können. Das ist ein wichtiger Schritt – und ein Erfolg für die Kampagne My Voice, My Choice. Jetzt muss er umgesetzt werden. Denn eines darf es in Europa nicht geben: ein Europa, in dem Frauenrechte an nationalen Grenzen enden. Selbstbestimmung über den eigenen Körper ist kein Randthema – sie gehört zum Kern unserer europäischen Werte. Lest hier das Statement unserer Fraktion zur Entscheidung über die Bürger:innen-Initiative. |