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Europa-SPD
20. März 2026

„Ziel sind verlässliche Rohstoffpartnerschaften“

EU und Australien schließen Handelsabkommen

Von Bernd Lange

Die Europäische Union und Australien haben sich auf ein Handelsabkommen geeinigt. Die seit 2018 laufenden Verhandlungen sind damit abgeschlossen. Die EU ist der drittgrößte Handelspartner Australiens – nach China und Japan, noch vor den USA.

Ein Großteil der australischen Exporte in die EU besteht aus kritischen Rohstoffen wie Lithium. Umgekehrt exportiert die EU vor allem Industriegüter, Transportmittel und Chemikalien nach Australien. Das Abkommen erleichtert insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Marktzugang und schafft faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber Drittstaaten.

Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments: 
„Ich begrüße dieses Ergebnis ausdrücklich, nachdem die Verhandlungen im Oktober 2023 noch in letzter Minute gescheitert waren. In einer Zeit, in der multilaterale Handelsregeln zunehmend unter Druck stehen, wäre eine weitere Verzögerung wirtschaftlich und geopolitisch ein Fehler gewesen.

Der Abschluss des Abkommens ist ein wichtiges Signal für Stabilität und Berechenbarkeit in einer unsicheren globalen Lage. Gleichzeitig eröffnet er neue Chancen für Beschäftigte, Unternehmen und Verbraucher:innen. Jetzt kommt es auf eine zügige Umsetzung an.

Das Abkommen stärkt nicht nur den Handel, sondern hat auch klare strategische Bedeutung. Für die europäische Industrie und die Energiewende sind kritische Rohstoffe wie Lithium unverzichtbar. Eine engere Zusammenarbeit mit Australien hilft, Lieferketten zu diversifizieren und Abhängigkeiten zu reduzieren.

Zugleich unterstreicht das Abkommen unseren Anspruch auf eine engere Zusammenarbeit mit Partnern im indopazifischen Raum. Gerade vor der WTO-Ministerkonferenz sendet es ein klares Signal: Europa steht für offenen, fairen und regelbasierten Welthandel.“


Nach Abschluss der Verhandlungen wird das Abkommen rechtlich geprüft und in alle Amtssprachen der EU übersetzt. Anschließend legen die Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament ihre Position fest. Das Europäische Parlament muss zustimmen, bevor das Abkommen in Kraft treten kann.

Bernd Lange

Niedersachsen

Ausschuss für internationalen Handel

 bernd.lange@europarl.europa.eu 0032 228 45555 

Jan Rößmann

Pressesprecher der SPD-Europaabgeordneten

 jan.rossmann@europarl.europa.eu 0032 473864513 

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