„Knapp eine Milliarde Euro für gelebten Gemeinschaftsgeist“

Einigung auf EU-Solidaritätskorps

Die heutige Einigung zwischen den Verhandlungsteams von EU-Parlament und Rat zum EU-Förderprogramm "Europäisches Solidaritätskorps 2021 bis 2027" kommentiert die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten, Petra Kammerevert:

„Nach dieser Einigung ist der Weg für ein neues EU-Programm geebnet, das gemeinschaftliches Engagement fördert und würdigt. In diesen schwierigen Pandemie-Zeiten, in denen sich soziale Ungleichheiten verschärfen und immer mehr Menschen in Armut und soziale Ausgrenzung gedrängt werden, ist es wichtiger denn je, ehrenamtliches Engagement in Solidarität mit Bedürftigen zu unterstützen. Das neue Solidaritätskorps wird jungen Menschen, aber auch Fachleuten aus dem Bereich der humanitären Hilfe, vielfache Möglichkeiten zur Freiwilligenarbeit bieten. 

Grundsätzlich richtet sich das Programm an Menschen bis 30 Jahre, die an einem Gemeinwohl-Projekt im europäischen Ausland mitwirken möchten. Wer im Bereich der humanitären Hilfe ehrenamtlich tätig werden möchte, kann dies bis zu einem Alter von 35 Jahren tun. Jungen Freiwilligen wird es auch möglich sein, von Profis zu lernen, die ihr berufliches und meist auch persönliches Leben der Hilfe Anderer gewidmet haben. 

Junge Menschen können so die notwendigen Fähigkeiten entwickeln, um auch in schwierigeren Situationen ehrenamtlich tätig zu werden und zu helfen. Vor allem dank des anhaltenden Drucks der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wird im neuen Programm viel stärker darauf geachtet werden müssen, die Aktivitäten jungen Menschen in aller Breite anzubieten. Eine Teilnahme muss unabhängiger von sozialer Herkunft auch denen möglich sein, die bisweilen weniger oder gar nicht die Möglichkeit dazu hatten.

Neu ist auch, dass das Europäische Parlament während des gesamten Siebenjahreszeitraums an der Weiterentwicklung des Programms beteiligt sein wird. Damit stärken wir die Rolle des Parlaments.“