„Impfstrategien fertigstellen“

EU-Kommisson schließt Vertrag über künftige Impfstoff-Lieferungen ab

Die EU-Kommission hat den fertig ausgehandelten Vertrag zur Sicherung des aussichtsreichen Impfstoffs von Biontech/Pfizer für die EU gebilligt.

„Noch ist unsicher, wer zuerst mit einem erfolgreichen Impfstoff auf den Markt kommen wird. Die Nachrichten über wirksame Impfungen von BioNTech und Pfizer schaffen aber eine Perspektive für eine Rückkehr zum Leben ohne Angst vor dem Virus. Es ist ein großer Erfolg, dass die EU-Kommission einen Vorabvertrag wie bereits mit AstraZeneca oder Sanofi-GSK zum Abschluss gebracht hat. So wird sich die Union die ersten wichtigen Impfdosen sichern. Diese Vorab-Vereinbarungen sind enorm wichtig, damit die EU-Mitgliedstaaten zu gleichen Konditionen Impfstoffdosen beschaffen können.

Sobald wir einen sicheren Impfstoff gegen dieses Virus haben, wird seine Verteilung wichtig. Das muss schnell und fair gehen. Eine Impfung wird die Pandemie nicht über Nacht beseitigen. Deshalb ist wichtig, dass die EU-Mitgliedstaaten jetzt ihre Impfstrategien fertigstellen, damit, sobald eine Impfung vorhanden ist, systematisch geimpft werden kann - angefangen bei Risikopatientinnen und Risikopatienten sowie medizinischem Fachpersonal.

Die positiven Meldungen aus den klinischen Studien von BioNTech und Pfizer unterstreicht das große Potenzial der wissenschaftlichen Forschung und demonstriert, wie europäische und globale Zusammenarbeit helfen kann, diese Pandemie gemeinsam zu besiegen.

Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten hat die Gesundheit der Menschen Vorrang vor privaten Interessen. Deswegen haben wir als Europäische Union auch die Verpflichtung, über Grenzen hinweg zuschauen und dafür zu sorgen, dass der Impfstoff auch in ärmeren Ländern zur Verfügung stehen wird. Die Krise hat unterstrichen, dass ein Virus wie SARS-COV-2 nicht an Grenzen halt macht. Die Pandemie können wir nur solidarisch besiegen. Es darf weder `Europe first‘ noch ‚America first‘ heißen. Zukunft geht nur gemeinsam.“

Die Lieferung könnte nach Angaben der Firmen Ende 2020 starten, sofern der Impfstoffkandidat zuvor von den Behörden zugelassen wird. Die Europäische Union würde im Erfolgsfall die Verteilung an die Mitgliedsstaaten übernehmen.