Ismail ERTUG

26.10.2018

Zeitumstellung ist ein europäisches Anliegen

Wechsel von Sommer- zu Winterzeit beschäftigt Europäerinnen und Europäerinnen

Stellt Europa in 2018 ein letztes Mal die Zeit um? Am letzten Oktoberwochenende, von Samstag, 27.10.18 auf Sonntag, 28.10.2018 werden wie jedes Jahr die Uhren umgestellt - von der Sommerzeit auf die Winterzeit, auch Mitteleuropäische Zeit (MEZ) genannt. Man bekommt eine Stunde Schlaf geschenkt, die Abende werden jedoch entscheidend kürzer. Auf Vorschlag der EU-Kommission sollen sich die EU-Staaten bald auf einer der beiden Zeitzonen einigen.

„Man kann davon ausgehen, dass schon bald die Uhren nicht mehr umgestellt werden. Zumindest entspricht das dem Wunsch von über drei Millionen Deutschen, die sich an der Umfrage der Europäischen Kommission im Sommer beteiligt haben“, so der sozialdemokratische Europaabgeordnete Ismail Ertug über den Plan der Europäischen Kommission, die Zeitumstellung in Europa abschaffen zu wollen.

Vom 4. Juli bis zum 16. August 2018 konnten sich die Bürgerinnen und Bürger der EU an der Konsultation zur Zeitumstellung beteiligen. Insgesamt 4.6 Millionen Bürgerinnen und Bürger nahmen daran teil. Noch nie zuvor gab es eine so hohe Beteiligung an einer EU-Konsultation. Die höchste Rücklaufquote der Antworten kam mit über 70 Prozent aus Deutschland (3,1 Mio.), gefolgt von Frankreich (8,6%; 393.000) und Österreich (6%; 259.000). Das entspricht einer Beteiligung von fast vier Prozent der deutschen Bevölkerung.

„Mich freut es nach wie vor sehr, dass sich so viele Menschen beteiligt haben und die EU-Kommission dieses Mal schnell auf die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger reagiert hat. Ob dann eine dauerhafte Sommer- oder Winterzeit vorherrscht, wird sich noch zeigen“, erläutert Ismail Ertug und ergänzt: „Die rege Beteiligung an der EU-Konsultation zur Zeitumstellung hat gezeigt, dass die Umstellung den Menschen in Europa scheinbar große Probleme bereitet. Andererseits ist es wichtig, dass die EU-Kommission keinen Flickenteppich der Zeitzonen herbeiführt. Wenn wir nur die nationale Perspektive verfolgen, riskieren wir ein böses Erwachen, denn die Zeiten von Sonnenaufgang und -untergang unterscheiden sich quer durch ganz Europa. Deshalb muss im Fall einer Abschaffung der Zeitumstellung eine möglichst einheitliche Regelung gefunden werden“, so Ismail Ertug.

Weitere Informationen: Büro Ertug +32 2 28  47547 und Hannah Cornelsen (Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) +32 228 41779