Constanze KREHL

12.9.2017

Weltraumprogramme ermöglichen neue Geschäftsmodelle

Europaparlament positioniert sich zur Weltraumstrategie der EU-Kommission

Der Weltraum ist eine große Chance für die europäische Wirtschaft: Das haben die Europaabgeordneten in einer am Dienstag, 12. September, in Straßburg verabschiedeten Stellungnahme deutlich gemacht. „Jetzt beginnt die Phase, wo sich die EU-Weltraumprogramme Galileo und Copernicus konkret auszahlen. Es ist faszinierend, in wie vielen Bereichen Copernicus-Satellitendaten neue Geschäftsmodelle ermöglichen oder Kosten sparen helfen. Die Landwirtschaft, der Telekommunikationssektor und der Umweltschutz sind nur einige Beispiele“, sagt die SPD-Europaabgeordnete Constanze Krehl, Berichterstatterin der Stellungnahme.

Die Abgeordneten stellen dabei auch klar, dass ausreichend Mittel für die zukünftigen Weltraumaktivitäten bereitgestellt werden müssen: „Kürzungen des EU-Weltraumbudgets würden Europa im internationalen Vergleich zurückwerfen. Satelliten müssen regelmäßig erneuert werden, und wir müssen den Fortschritt aktiv in die Regionen Europas tragen. Wenn etwa eine Kommune eine satellitengestützte Luftverschmutzungs-App für die Region in Auftrag gibt, sollte es dafür EU-Förderung geben“, so Constanze Krehl.

Das Europaparlament betont zudem die große Bedeutung einer eigenständigen europäischen Weltraumindustrie. „Gerade vor dem Hintergrund wechselhafter internationaler Konfliktlagen muss Europa seine Eigenständigkeit im Weltraum bewahren. Dafür müssen wir Forschung und Produktion weiter stärken - unter anderem indem wir mehr Begeisterung für Raumfahrtberufe und technische Ausbildungen schaffen“, so Constanze KREHL. „Bereits heute sind EU-weit mehr als 230.000 Fachkräfte in der Weltraumindustrie beschäftigt. Um den Fortschritt weiter voranzutreiben, können wir viele weitere kluge Köpfe gebrauchen.“

Auch bei der Bekämpfung von und zum Schutz vor Naturkatastrophen sind Weltraumaktivitäten von großer Bedeutung, wie das Parlament betont: „Schon jetzt haben wir durch die Weltraumprogramme Fortschritte bei der Bekämpfung von Naturkatastrophen gemacht. Das konnte man erst kürzlich beim Tropensturm Harvey beobachten, als die Behörden mithilfe von Copernicus-Daten die Schäden in Texas einschätzten. Wir wollen außerdem, dass die Beobachtung von Meteoriten verbessert wird und dass unsere Satelliten effektiver vor Cyberattacken und Weltraumschrott geschützt werden.“ Die Kommission ist nun dazu aufgefordert, einen detaillierten Plan zur Umsetzung der Strategie vorzulegen.

Weitere Informationen: Büro Krehl +32 2 28 47134 und Angelika Pentsi +32 473 930 060 (Pressesprecherin)