Jens GEIER und Martina WERNER

16.12.2015

Unterstützung für Europas Stahlindustrie

EU-Parlament fordert Reaktion auf Schließung von Standorten und Jobverlust

60.000 Arbeitsplätze und 40 Millionen Tonnen Produktionskapazität sind der Europäischen Union seit 2008 im Stahlbereich verlorengegangen. Vor allem China befeuert die Krise, produziert riesige Überkapazitäten und wirft sie zu Dumpingpreisen auf den Weltmarkt. Das EU-Parlament hat am Mittwoch in Straßburg Vorschläge gemacht, wie man den Standort Europa für die Stahlbranche bewahren kann.

"Verlässliche Energiekosten, Forschungsförderung in die nachhaltige Stahlproduktion und eine Beschäftigungs-Strategie, um industrielles Know-how in Europa zu halten, sind die Eckpunkte unseres Forderungskatalogs", fasst Martina Werner, industriepolitische Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten, den Initiativbericht zusammen.

"Das Verhalten der Industriekommissarin grenzt an Arbeitsverweigerung zu Lasten der europäischen Stahlunternehmen und ihrer Beschäftigten", kritisiert Jens Geier, stellvertretendes Mitglied im Industrieausschuss und Europaabgeordneter für Duisburg – immer noch der größte Stahlstandort Europas. "Kein Wachstum in Europa ohne Industrie, keine erfolgreiche Industrie ohne Stahl! Deshalb darf die europäische Stahlindustrie nicht unfairen Handelspraktiken geopfert werden", betont Jens Geier.

Die Stahlindustrie ist für Europa von großer Bedeutung. Neben der Automobilindustrie sind etwa die Windenergiebranche und die Luftfahrtindustrie Abnehmer hochwertigen Stahls. "Es geht darum, Wertschöpfung und Jobs in Europa zu halten und so einen Beitrag zur Re-Industrialisierung der EU zu leisten", so Martina Werner über die Ziele des Berichtes.  

Weitere Informationen: Büro Geier +33 3881 77874, Büro Werner +33 3881 77782 und Andrea Bracht +32 473 930 060 (Pressereferentin)