Evelyne Gebhardt und Peter Simon

21.6.2013

Unser Kampf fürs Wasser hat sich gelohnt!

Wasserversorgung soll auf Druck der Sozialdemokraten nicht mehr Bestandteil der Konzessionsrichtlinie sein

Großer Erfolg für die Sozialdemokraten im Europäischen Parlament: Binnenmarktkommissar Michel Barnier hat am Freitag angekündigt, die öffentliche Wasserversorgung vollständig aus der geplanten Konzessionsrichtlinie zu nehmen. "Unsere Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt“, begrüßen die Sozialdemokraten Evelyne Gebhardt und Peter Simon die Entscheidung. „Von Beginn an haben wir uns für die Herausnahme des Wasserbereichs aus der Richtlinie gekämpft. Wir haben klargestellt: Die öffentliche Wasserversorgung ist keine Dienstleistung wie jede andere. Das hohe Gut Wasser muss vor Liberalisierungsdruck geschützt werden."

"Die Einsicht der EU-Kommission kommt nicht von ungefähr", weiß Evelyne Gebhardt, Sprecherin der Fraktion der Sozialdemokraten für Binnenmarkt und Verbraucherschutz im Europäischen Parlament: "Der Widerstand von Sozialdemokraten im Europäischen Parlament und von Bürgerbewegungen, wie der Europäischen Bürgerinitiative "right2water", hat auch bei der Europäischen Kommission zur Erkenntnis geführt, dass der bisherige Vorschlag politisch nicht akzeptabel war." Der SPD-Abgeordnete Peter Simon bekräftigt: "Das Einlenken der Kommission sichert die bewährte Wasserversorgung in öffentlicher Hand und damit ein hohes Maß an Qualität und Bezahlbarkeit unseres Wasser. Und genau das fordern inzwischen über 1,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Europa“.

„Es liegt nun am Rat und damit an der Bundesregierung, in den weiteren Verhandlungen unserem Weg und mittlerweile auch der Kommission zu folgen und diesem keine Steine mehr in den Weg zu legen“, so Evelyne Gebhardt und Peter Simon abschließend.

Hintergrund
Im Januar wurde die Richtlinie zur Vergabe von Konzessionen im zuständigen Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz beraten und verabschiedet. In der Sitzung vom 21. Februar hat sich der Ausschuss nun in seiner Mehrheit dafür ausgesprochen, direkt in informelle Trilogverhandlungen zwischen dem Parlament, dem Rat und der Kommission einzusteigen und die Richtlinie anschließend in erster Lesung im Plenum zu verabschieden. Eine Dienstleistungskonzession ist eine Form der Übertragung einer staatlichen oder kommunalen Aufgabe auf einen Dritten.

Weitere Informationen: Büro Gebhardt +32 2 28 45466 und Büro Simon +32 22 8 45558 und Jan Rößmann +32 473 864 513 (Pressesprecher).