Maria NOICHL

14.2.2019

Stoppt endlich die Quälerei

Europaparlament stimmt über besseren Tierschutz bei Transporten ab

Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Europäischen Parlament wollen den Tierschutz bei Transporten stärken.

„Die EU muss die Bedingungen bei Tiertransporten dringend verbessern. Besonders bei Langstreckentransporten in Drittstaaten werden Tiere gequält“, so die SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl. Das Plenum stimmt am Donnerstag, 14. Februar 2019, in Straßburg über eine entsprechende Forderung nach einer konsequenteren Umsetzung der EU-Regeln ab.

„Auf Europas Straßen sind jährlich über eine Milliarde Tiere unterwegs. Mindestens sechs Millionen von ihnen werden auf Strecken transportiert, die über acht Stunden in Anspruch nehmen“, so Maria Noichl. „Dabei werden die gesetzlichen Mindestvorgaben nur selten in einem ausreichenden Maße erfüllt. Der aktive Tierschutz muss zurück auf die politische Agenda! Dauerhaft kann das Ruder nur mit einer neuen, nachhaltigen Agrarpolitik und der Überarbeitung der Tiertransportverordnung herumgerissen werden - beides Forderungen, für die sich die SPD in der EU und in Deutschland einsetzt.“ Der Transport von Lebendtieren hat in den vergangenen Jahrzehnten stetig zugenommen. Grund dafür sei die immer fortschreitende Spezialisierung der Betriebe (Erzeugung, Mast), extreme Konzentrationsprozesse vor allem im Schlachtbereich, und das immerwährende Schielen auf die niedrigsten Kosten.

„Am Ende der Rechnung ist der Transport von lebendigen Tieren oft billiger als der Transport des Fleisches. Das kann nicht unser Ziel sein. Stoppt endlich diese Tierquälerei und begrenzt die Langstreckentransporte für erwachsene Tiere auf maximal acht Stunden!“, fordert die Agrarexpertin der SPD, Maria Noichl. Dies hätte zudem auch positive Auswirkungen auf die Umwelt, da weniger LKW auf der Straße sein müssten.

„Die Verordnung 1/2005, die wir mit unserem Bericht auf den Prüfstand gestellt haben, bietet bereits gute Regeln. Aber sie werden in den EU-Mitgliedstaaten schlecht oder gar nicht umgesetzt. Auf diesen Missstand weisen wir seit Jahren hin. Daran müssen die Mitgliedstaaten endlich etwas ändern. Tierschutz ist nicht verhandelbar!“, erklärt Maria Noichl.

Weitere Informationen: Büro Noichl +33 3881 77 157 und Jan Rößmann (Pressesprecher) +32 473 864 513