Tiemo WÖLKEN

29.6.2017

Medikamentenmissbrauch stoppen

EU-Kommission stellt Aktionsplan gegen Antibiotikaresistenz vor

Jährlich sterben in der Europäischen Union etwa 25.000 Menschen an Infektionen, die durch arzneimittelresistente Bakterien verursacht werden. Die damit verbundenen Kosten belaufen sich auf rund 1,5 Milliarden Euro.

 „Gut, dass die EU-Kommission den Kampf gegen Antibiotikaresistenzen fortsetzt“, so Tiemo WÖLKEN, SPD-Europaabgeordneter und gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Gruppe im Europäischen Parlament. „Es muss endlich europäische Regeln geben, die den Missbrauch und vor allem aber den übermäßigen Gebrauch dieser Medikamente reduzieren.“

Durch den zunehmenden weltweiten Handels- und Reiseverkehr wird die Ausbreitung der Antibiotikaresistenz von einem Land beziehungsweise Kontinent zum anderen gefördert. „Wir haben es mit einem globalen Gesundheitsproblem zu tun, über die Grenzen hinweg“, so Tiemo WÖLKEN. „Deshalb sind europaweite Vereinbarungen sinnvoll. Zudem können in vielen Ländern der EU Antibiotika ohne Rezept erworben werden. Das müssen die Mitgliedstaaten unterbinden. Zudem müssen sie Anreize zur Entwicklung neuer wirksamer Antibiotika und zu deren rationalem Einsatz erarbeiten.“

Antibiotikaresistenz betrifft Human- und Veterinärmedizin, Tierhaltung, Landwirtschaft, Umwelt und Handel. „Obwohl es in vielen Regionen verboten ist, Antibiotika an Tiere zu füttern, geschieht dies leider noch immer. So kann es dazu kommen, dass selbst gesunde Tiere Antibiotika verabreicht bekommen und dadurch Resistenzen aufgebaut werden“, erklärt Tiemo WÖLKEN. „Das Ziel in der Tierzucht muss die Prävention von Krankheiten und somit die Verringerung von Antibiotikaeinsatz sein.“

Weitere Informationen: Büro Wölken +32 228 45431 und Jan Rößmann +32 473 864 51