Jo LEINEN

3.12.2018

Klimaschutz weltweit braucht neuen Auftrieb

Europa-SPD erwartet konkrete Ergebnisse beim UN-Klimagipfel

„Unwetter, Überschwemmungen und Dürren weltweit sind Vorboten für noch größere Schäden durch die globale Erwärmung. Die Klimakonferenz in Polen muss konkrete Ergebnisse liefern und einen echten Fortschritt im globalen Klimaschutz bringen“, fordert der SPD-Klimaschutzexperte im Umweltausschuss, Jo Leinen, zum Auftakt des Weltklimagipfels im polnischen Kattowitz. Bis Freitag, 14. Dezember 2018, werden dort Regierungsvertreter der 197 UNO-Vertragsparteien über Transparenzregeln für die Klimaschutzanstrengungen verhandeln und darüber beraten, wie mehr Ehrgeiz bei Maßnahmen zur Reduktion von Klimagasen und der Finanzierung gelingen kann.

„Dieser Klimagipfel wird eine Feuerprobe für die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene. Die EU muss durch diplomatische Bemühungen ein erfolgreiches Bündnis für die Umsetzung des Klimavertrages schmieden“, sagt Jo Leinen. „Die Fakten liegen auf dem Tisch: Der Weltklimarat hat zuletzt im Oktober Alarm geschlagen. Die Klimakatastrophe lässt sich nicht mehr aufhalten, nur noch begrenzen. Dazu braucht es jetzt dringend verantwortungsvolles Gegensteuern, vor allem durch die Industriestaaten. Europa als Gastgeber dieser Klimakonferenz muss das Tempo vorgeben“, mahnt Jo Leinen.

Die EU könne nicht länger auf den 2030-Zielen beharren, die bereits vor über vier Jahren vereinbart wurden. „Die Welt hat sich weitergedreht, klimaschonende Technologien werden günstiger und besser verfügbar. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse erhöhen außerdem den Druck auf die Regierungen, schnell und gemeinsam zu handeln. Die EU-Staaten sollten deshalb konkrete Angebote für weitere Anstrengungen und finanzielle Mittel machen“, sagt Jo Leinen. Das Europäische Parlament hatte im Vorfeld der Klimakonferenz gefordert, dass der Ausstoß von Klimagasen in der EU im Jahr 2030 55 Prozent niedriger sein sollte als im Jahr 1990. Vereinbart ist bisher ein Ziel von 40 Prozent.

„Europa muss der Welt vormachen, wie ein Ausstieg aus den fossilen Energien sozial gerecht gelingen kann. Der nächste Schritt muss ein sauberer Verkehr und ein nachhaltiges Landwirtschaftsmodell sein ", fordert Jo Leinen.

Jo Leinen wird als stellvertretender Vorsitzender der Delegation des Europäischen Parlaments von Dienstag, 11. bis Freitag, 14. Dezember 2018 am UN-Klimagipfel im polnischen Kattowitz teilnehmen.

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