Dietmar KÖSTER

16.6.2015

Freier Zugang und faire Vergütung

Die Sozialdemokraten im Europaparlament geben der Kommission mit der heutigen Abstimmung im Rechtsausschuss zum Bericht über die Harmonisierung des Urheberrechts ein deutliches Signal, welche Richtung sie für die anstehende Copyright-Reform einschlagen soll. Dabei ist es entscheidend, eine faire Balance zwischen den Interessen der Kulturschaffenden und der Konsumenten zu schaffen.

„Ein freier Zugang zu Kultur unter der Bedingung einer ausreichenden Vergütung der Kulturschaffenden ist dafür Voraussetzung“, stellt Dietmar Köster, Mitglied der Arbeitsgruppe Urheberrecht für die Sozialdemokraten im Europaparlament, klar: „Die gemeinsamen Interessen der Kulturschaffenden und Konsumenten müssen betont werden. Wir brauchen ein Bündnis beider Gruppen“, fordert Dietmar Köster. „Auch lehnen wir jegliche Kriminalisierung von Internetnutzern ab. Urheberrecht ist aber kein Verbraucherschutzrecht - wichtig ist, die Rechte der Kulturschaffenden insbesondere über kollektive Vereinbarungen zu stärken.“

Auch muss bei der Urheberrechtsreform auf europäischer Ebene die Rolle der Internetgiganten, wie Google, Youtube und Facebook, überdacht werden. „Der Status quo, dass Künstler, Autoren und andere Kulturschaffende kaum von ihrer Arbeit leben können, während aus ihren Werken ein Milliardenprofit für globale Konzerne generieret wird, ist unhaltbar“, sagt Dietmar Köster.

Der nun verabschiedete Bericht ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Reform des europäischen Urheberrechts. Den Sozialdemokraten ist es gelungen, die Rechte der Kulturschaffenden innerhalb der kulturellen Wertschöpfungskette zu stärken. Diesbezüglich stellt Dietmar Köster heraus: „In Zukunft wird es wichtig sein, ein europäisches Urheberrecht im Sinne von Author’s Rights zu begreifen und nicht lediglich das Copyright in den Mittelpunkt zu stellen.“

Die endgültige Abstimmung im Plenum ist für den 9. Juli geplant.

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