Maria NOICHL

27.4.2018

Etappensieg im Kampf gegen das Bienensterben

Ministerrat stimmt für Verbot von Neonicotinoiden

Erfolg im Kampf für einen besseren Bienenschutz: Die Vertreterinnen und Vertreter der europäischen Mitgliedstaaten haben sich am Freitag, 27. April 2018, auf ein Freilandverbot von bienenschädlichen Wirkstoffen geeinigt. Die sogenannten Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam sind nachweislich höchst schädlich für Bienen und andere Bestäuber. Die EU-Kommission hatte ein Freilandverbot für alle drei Wirkstoffe vorgeschlagen.  

„Neonicotinoide sind eine Bedrohung für Bestäuber und tragen zum Bienensterben bei. Das Europäische Parlament und die EU-Kommission haben sich schon lange für ein Verbot dieser Wirkstoffe stark gemacht. Gut, dass nun auch die Vertreterinnen und Vertreter der EU-Mitgliedstaaten die Notwendigkeit eines Verbots erkannt haben“, erklärt die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten Maria Noichl.

Studien zufolge kostet das weltweite Bienensterben schon heute 150 Milliarden Euro. 84 Prozent der Pflanzenarten und 76 Prozent der Lebensmittelerzeugung sind in Europa von der Bestäubung durch Honig- und Wildbienen abhängig. Neben dieser wirtschaftlichen Komponente sind Bienen existenziell für das ökologische Gleichgewicht und die Artenvielfalt.  

„Die Europäerinnen und Europäer wollen lebendige Landschaften. Die Entscheidung wird dazu beitragen, dass etwas Lebendigkeit in unsere Landschaften zurückkehrt“, so die SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl.

„Angesichts des drohenden Artensterbens von Bienen und anderen Bestäubern sollten bei uns allen die Alarmglocken schrillen. Bereits heute müssen in vielen Teilen der Erde Pflanzen für Milliardenbeträge künstlich bestäubt werden. Es ist unsere Aufgabe, das in Europa zu verhindern. Ein Verbot von Neonicotinoiden ist nun der erste Schritt, die Bienensterblichkeit zu verringern. Langfristig muss uns ein Wechsel zu einer naturverträglichen Landwirtschaft gelingen. Die aktuelle Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik muss dazu genutzt werden", fordert die Agrarexpertin Maria Noichl.

Weitere Informationen: Büro Noichl +32 228 47 157 und Angelika Pentsi +32 473 930 060 (Pressesprecherin)