Jo LEINEN

16.5.2017

Der deutsch-französische Motor springt an

Frankreich und Deutschland streben Reform der Europäischen Union an

„Mit Emmanuel Macron im Élysée gibt es endlich ein ernsthaftes Bemühen, die Europäische Union handlungsfähiger und erfolgreicher zu gestalten“, begrüßt der Europaabgeordnete Jo Leinen aus dem Ausschuss für Verfassungsangelegenheiten die Zusage des französischen Präsidenten und der deutschen Bundeskanzlerin, ab dem Sommer konkrete Vorschläge zur Reform der EU vorzulegen.

"Europa brauche Reformen, um seine Probleme in den Griff bekommen zu können. Macron hat zahlreiche Forderungen des Europäischen Parlaments aufgegriffen. Es ist klar, dass die Eurozone einen eigenen Haushalt für mehr öffentliche Investitionen benötigt, um gegen wirtschaftliche Schocks gewappnet zu sein und die soziale und wirtschaftliche Konvergenz zu fördern. Ansonsten fliegt uns die Währungsunion irgendwann um die Ohren“, so Jo Leinen.

Im Rahmen des geltenden Lissabon-Vertrags könne einiges erreicht werden. "Die Mitgliedstaaten dürften aber auch vor einer Änderung der EU-Verträge nicht zurückschrecken. Die Enttabuisierung von Vertragsänderungen ist überfällig. Wenn Deutschland und Frankreich an einem Strang ziehen, kann auch eine tiefgreifende Reform der Europäischen Union gelingen“, sagt Jo Leinen. „Die deutsche Bundesregierung muss Macron nun so gut es geht unterstützen und darf es nicht bei Lippenbekenntnissen belassen."

Weitere Informationen: Büro Leinen +32 228 38842 und Jan Rößmann +32 473 864 513 (Pressesprecher)