3.7.2018

+++ Bundesverdienstkreuz für zwei Abgeordnete der Europa-SPD +++

Bernd LANGE und Ulrike RODUST mit höchster Auszeichnung der Bundesrepublik geehrt

„Ich gratuliere der Preisträgerin und dem Preisträger herzlich“, sagt Jens Geier, Vorsitzender der Europa-SPD, zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die SPD-Europaabgeordneten Bernd Lange und Ulrike Rodust am Dienstag, 3. Juli 2018. „Wir freuen uns sehr, dass zwei Abgeordnete der Europa-SPD mit der höchsten Auszeichnung der Bundesrepublik geehrt werden. Beide haben mit ihrem Engagement und ihrer einzigartigen europäischen Biografie über die Mandatsarbeit hinaus Akzente gesetzt. Gemeinsam ist ihnen, dass sie sich seit vielen Jahren mit Herzblut und Leidenschaft für die europäische Zusammenarbeit, die Demokratie und eine gerechtere Gesellschaft einsetzen. Ich bin glücklich und stolz, sie in unseren Reihen zu wissen.“

Bernd Lange hat bereits 2001 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen bekommen, nun erhält er das Große Bundesverdienstkreuz. Als Abgeordneter des Europäischen Parlaments engagiert sich der Niedersachse seit Jahren für ein regelbasiertes Handelssystem mit fairen Handels- und Arbeitsbedingungen. Gesamtgesellschaftlich setzt er sich auch für die nachhaltige Mobilität sowie das Fördern von internationalen Kontakten und grenzüberschreitender Zusammenarbeit ein, etwa als Gründungsmitglied und Vorsitzender des Fördervereins Mobile Welten e.V, der die Entwicklung der Mobilität erfahrbar und erlebbar macht. Vor Ort in Niedersachsen unterstützt er die Arbeit eines Antikriegshauses und dessen Friedensarbeit mit jungen Menschen. In all dieser Zeit kümmerte er sich sorgsam um einen schwerbehinderten Mann, für den er über 24 Jahre die Vormundschaft innehatte.
http://www.bernd-lange.de/

„Ich habe immer für die europäische Einigung gestritten, ehrenamtlich und beruflich. Vor allem als Handelsausschussvorsitzender arbeite ich daran, Europa mit fairen Verträgen zu stärken“, so Bernd Lange. „Die Irrlichter des Nationalismus flackern derzeit heller und werden zahlreicher, darauf muss die EU künftig auch intern besser reagieren. Extern wird gleichzeitig stärker als bisher deutlich, dass ein gemeinsames Auftreten die europäischen Länder massiv stärken kann. Die EU muss gerade gegenüber weniger entwickelten Ländern mehr Verantwortung übernehmen. Wir wollen als Wertegemeinschaft, dass Menschen überall ein lebenswertes Leben führen können. Deshalb müssen wir Europapolitikerinnen und Europapolitiker daran arbeiten, global ein regelbasiertes System mit fairen Bedingungen zu etablieren.“

Die fehlende Bereitschaft sich mit Ungerechtigkeit, Not und Perspektivlosigkeit abzufinden, zeichnet Ulrike Rodust in besonderem Maße aus und begründet vier Jahrzehnte politischen und ehrenamtlichen Engagements. Seit September 2008 ist die langjährige schleswig-holsteinische Landtagsabgeordnete Mitglied des Europäischen Parlaments, für das sie federführend an der Reform der EU-Fischereipolitik arbeitete. Über Jahrzehnte galt die EU-Fischereipolitik als Symbol für leergefischte Meere. Dass 2014 hier eine echte Neuausrichtung für Nachhaltigkeit und Umweltschutz gelang, geht wesentlich auf Ulrike Rodust zurück.

„Ich fühle mich sehr geehrt, dass meine Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wird. Ich habe mich leidenschaftlich dafür eingesetzt, die Fischerei in Europa nachhaltig auszurichten. An diesem Politikbereich lässt sich gut ableiten, dass zukunftsfähige Politik in vielen Bereichen nicht mehr national gestaltet werden kann. Fische kennen keine Grenzen – Fischbestände schützen kann nur, wer mit seinen Nachbarn zusammenarbeitet. Die Europäische Union muss sich nun auch global ihrer Verantwortung stellen – etwa bei den Fischereiabkommen mit Drittstaaten, für die dank der Reform nun endlich schärfere Regeln gelten. Menschen mit dem Aufbau eines nachhaltigen Fischereisektors eine wirtschaftliche Perspektive bieten zu können, bedeutet die oft geforderte aber nur selten erfolgte Behebung von Fluchtursachen.“                                                        https://www.ulrike-rodust.eu/

Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitativen Bereich. Eine finanzielle Zuwendung ist mit der Verleihung des Verdienstordens nicht verbunden. Weitere Informationen unter diesem Link

Weitere Informationen: Büro Geier +32 228 47874, Büro Lange +32 2 28 45555, Büro Rodust +32 2 28 45502 und Jan Rößmann +32 473 864 513 (Pressesprecher)