Bernd LANGE

15.2.2016

Arbeitsplätze vor unfairem Handel schützen

Krisengebeutelter europäischer Stahlsektor demonstriert in Brüssel für gerechte Handelsverhältnisse

Für den Schutz ihres Sektors vor Waren zu Dumpingpreisen, vor allem aus China, werden Stahlarbeiter aus ganz Europa am Montag in Brüssel protestieren. Die Organisatoren der Demonstration erwarten 5000 Teilnehmer aus 19 Ländern.

"Der europäische Stahlsektor ist ein tragender Pfeiler unserer Industrie“, so Bernd Lange von der Europa-SPD, Vorsitzender des Handelsausschusses im Europäischen Parlament. „Diese Branche fahrlässig unfairem Wettbewerb auszusetzen, gefährdet nicht nur Arbeitsplätze in Europa, sondern auch das Ziel der Reindustrialisierung der Europäischen Union.“

"Es liegt jetzt in der Hand der Europäischen Kommission, aber vor allem der EU-Mitgliedstaaten, sich effektiv für den Schutz von Arbeitsplätzen im Stahlsektor einzusetzen. Mehr denn je brauchen wir eine Modernisierung unserer Handelsschutzinstrumente, um schnell und flexibel gegen Dumping und Subventionsmissbrauch vorgehen zu können. Die Mitgliedstaaten müssen endlich aufwachen und ihre Grabenkämpfe im Ministerrat beilegen. Die Blockade durch den Ministerrat seit April 2014 ist unverantwortlich und gefährdet Arbeitsplätze in Europa."

Hinsichtlich einer möglichen Behandlung Chinas als Marktwirtschaft nach dem 11. Dezember 2016 und einer damit einhergehenden Schwächung der europäischen Handelsschutzinstrumente kommentiert Bernd Lange: "Wir müssen auch Ende dieses Jahres in der Lage sein, europäische Arbeitsplätze gegen unlauteren Wettbewerb aus dem Ausland zu schützen. Gerade gegenüber China gilt es, besonders wachsam zu sein. Schon jetzt haben rund 80 Prozent aller Handelsschutzverfahren einen Chinabezug. Einen Freifahrtschein für Produkte zu Dumpingpreisen werden wir nicht erteilen."

„Ich unterstütze die Anliegen der Demonstranten", so Bernd Lange. "Wir müssen Arbeitsplätze sichern und den Kernbestandteil industrieller Wertschöpfung in Europa für die Zukunft der industriellen Entwicklung erhalten.“

Weitere Informationen: Büro LANGE +32 2 28 45555 und Andrea Bracht +32 473 930 060 (Pressereferentin)