Tierschutz beim Transport verbessern

Der Tierschutz liegt den europäischen Bürgerinnen und Bürgern am Herzen: 94 Prozent sind laut Zahlen der EU-Kommission der Meinung, dass Tierschutz von Nutztieren wichtig ist. Unerklärlich also, warum Tiere in Transportern noch immer leiden müssen und nicht selten qualvoll auf der Strecke ans Ziel sterben. Deswegen soll der Tierschutz jetzt gestärkt und die Bedingungen für die Tiertransporte innerhalb der Europäischen Union verbessert werden. Und Langstreckentransporte in außereuropäische Staaten sollen nicht weniger reglementiert werden als innereuropäische Transporte.

Die LKW, in denen die Tiere oft über mehrere Stunden transportieren werden, bieten meist nicht die geforderten Standards. Dabei geht es den Tieren im wahrsten Sinne des Wortes dreckig. Zu viele Tiere in einem Transporter, sowie ungenügendes oder schmutziges Wasser und Futter sind viel zu oft die harte Realität hinter den schweren Türen der Transporter. Scharfe Kanten oder falsch angebrachte Trennwände bergen ein massives Verletzungsrisiko für die eingepferchten Tiere.  

Trotz einer so großen Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger, dass der Tierschutz von Nutztieren wichtig ist, vertreten nicht alle Fraktionen im Parlament das Interesse, den Tierschutz beim Transport zu verbessern. Eine Kontroverse unter den Fraktionen ist die Begrenzung der Transportzeit auf eine maximalen Stundenzahl. Im Gegensatz zu den konservativen Abgeordneten des Parlaments spricht sich die progressive Fraktion, zum Wohl der Tiere, für eine solche Begrenzung der Transportstunden aus. Auch sollte in der EU zunehmend auf den Transport von Fleisch und Zuchtmaterial, anstelle von lebenden Tieren, umgestiegen werden.

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