Südliche Dimension der ENP: Union für den Mittelmeerraum
Im Juli 2008 wurde der 1995 gegründete Barcelona Prozesses unter dem Namen "Barcelona Prozess: Union für den Mittelmeerraum" in Paris während der französischen Ratspräsidentschaft offiziell ins Leben gerufen. Die Union für den Mittelmeerraum umfasst 43 Mitglieder: 27 EU-Mitgliedstaaten, vier Westbalkanstaaten (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Montenegro), die Türkei und neun südliche ENP-Länder (Ägypten, Algerien, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, Palästinensische Autonomiegebiete, Syrien, Tunesien), Monaco, Mauretanien. Die Union für den Mittelmeerraum sieht neben Gipfeltreffen der Mitgliedstaaten, die alle zwei Jahre unter einem jeweils rotierenden Vorsitz stattfinden, auch ein paritätisch besetztes Sekretariat in Barcelona vor. In erster Linie soll es bei der Neuauflage des Barcelona Prozesses um die Umsetzung konkreter regionaler Projekte im Bereich Energie, Sicherheit, Terrorismusbekämpfung, Immigration und Handel gehen. Als konkrete Projekte wurden die Säuberung des Mittelmeeres, die Einrichtung von transnationalen Schifffahrtsstraßen und Autobahnen, die Schaffung eines gemeinsamen Katastrophenschutzes, und Energie- und Bildungsprojekte genannt.
