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Evelyne GEBHARDT: "Mehr Kontrolle von Glücksspielen im Internet"
Europäisches Parlament fordert ein Umdenken der Kommission.
Bürgerinnen und Bürger sollen besser vor Abhängigkeit und kriminellen Aktivitäten im Bereich von Online-Glücksspielen geschützt werden. Dazu hat das Europäische Parlament heute in einer parlamentarischen Anfrage die Europäische Kommission aufgefordert.
"Online-Glückspiel kennt keine Grenzen. Deshalb bedarf es in diesem Bereich starker und effektiver Schutzbarrieren", sagte die SPD-Verbraucherschutzexpertin und Sprecherin der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament, Evelyne GEBHARDT, in Straßburg. Sie begrüßte, dass die Kommission dazugelernt habe und die Bedenken der Parlamentarier aufnehmen wolle. Die SPD-Europaabgeordnete forderte allerdings von Binnenmarktkommissar Michael Barnier eine aktive und koordinierende Rolle, um Betrug und Suchtgefahr im grenzüberschreitenden Markt der Online-Glückspiele einzudämmen.
Evelyne GEBHARDT kritisierte das Bestreben der Vorgängerkommission, den Markt der Glückspiele komplett zu liberalisieren. Der Initiative des Europäischen Parlamentes sei es zu verdanken, dass Glückspiele nicht in den Wirkungskreis der Dienstleistungsrichtlinie fielen. Die Kommission solle nun endlich aufhören, die Mitgliedsstaaten mit Vertragsverletzungsverfahren beim Europäischen Gerichtshof zu überziehen. Dieser hatte in mehreren Gerichtsurteilen den Mitgliedsstaaten das Recht eingeräumt, den Betrieb von Glückspielen auf ihrem Hoheitsgebiet einzuschränken, um Verbraucherinnen und Verbraucher vor Spielsucht und Betrügereien zu schützen.
Für weitere Informationen: Büro Evelyne Gebhardt +32-2-2847466 und Algara Stenzel (Pressesprecherin) +32 473 930 060 (GSM)



