18.12.07 14:55

UDO BULLMANN:"Schuldenfalle bei Hypothekarkrediten vermeiden"

 

Mit Blick auf die Vorstellung des Weißbuchs für Hypothekarkredite durch die Europäische Kommission erklärt der SPD-Europaabgeordnete und Wirtschaftsexperte Dr. UDO BULLMANN: "Die EU-Kommission muss sich endgültig von dem Gedanken verabschieden, Elemente des maroden US-amerikanischen Hypothekarmarktes nach Europa zu importieren. Die Lektion aus der Sub-Prime-Krise in den Vereinigten Staaten ist eindeutig. Angesichts von Bankenpleiten, höheren Zinsen und dem Fall des Dollars, sollte die EU nicht die gleichen Fehler machen wie die Amerikaner. Bei den Hypothekarkrediten ist der amerikanische Traum geplatzt."

 

Im Vorfeld der Veröffentlichung des Weißbuches hatte es kontroverse Debatten in der EU-Kommission gegeben, ob eine EU-Richtlinie für Hypothekarkredite erlassen werden sollte oder nicht. Mit dem Weißbuch ist das Thema zunächst vom Tisch.

 

Verbraucherschutz bedeute in diesem Zusammenhang, dass Kunden Kredite erhalten, bei denen absehbar ist, dass sie diese auch in einem angemessenen Zeitrahmen zurückzahlen können. Durch eine lockere Vergabe von Hypothekarkrediten hingegen lasse sich zwar kurzfristig das Wachstum ankurbeln, so BULLMANN. Dies könne jedoch langfristig in eine Schuldenfalle führen, wenn sich die Immobilienpreise nicht wie erwartet entwickeln.

 

Nach Ansicht des SPD-Europaabgeordneten BULLMANN hat sich der deutsche Hypothekarmarkt, bei dem die Kunden zwischen festen und variablen Zinsen wählen können, bewährt: "Im Gegensatz zu den USA haben wir bei uns keine Krise. Warum sollen wir da unser funktionierendes System zu Gunsten eines Systems aufgeben, das bis zum Hals in Schwierigkeiten steckt?".

 

 

Für weitere Informationen: Büro Bullmann +32 228 47342 und Maria-Catalina Görz de Moratalla GSM + 32 473 930 060.








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